Amphibien sind global stark bedroht, und der Feuersalamander bildet da keine Ausnahme. Bayerns Wälder bieten ihm zwar einen Lebensraum, doch auch er kämpft ums Überleben, nicht zuletzt wegen einer gefährlichen, eingeschleppten Krankheit. Ein neu veröffentlichtes Merkblatt bietet nun Tipps zur Unterstützung dieses einzigartigen Tieres.

Lebensraum des Feuersalamanders

Der Feuersalamander (Salamandra salamandra) lebt in Bayerns strukturreichen Laubwäldern, die ihm und seinen Larven die nötige Feuchtigkeit und Verstecke bieten. Unterschlupf finden sie unter Totholz, in Baumstümpfen und sogar Kleinsäugergängen. Für die Larven sind saubere, fischfreie Gewässer entscheidend. Der Lebensraum des Feuersalamanders ist jedoch bedroht, vor allem durch moderne Waldbewirtschaftung und eine gefährliche Pilzinfektion, bekannt als „Bsal“ oder „Salamanderfresserpilz“, die in Bayern bereits tödliche Folgen für diese Tiere hatte.

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Wie Waldbesitzer helfen können

Das von der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) gemeinsam mit Naturschutzverbänden herausgegebene Merkblatt richtet sich vor allem an Waldbesitzer und Förster. Durch angepasste Waldpflege können sie den Lebensraum des Feuersalamanders schützen und verbessern. Das Merkblatt beschreibt detailliert, wie durch einfache Maßnahmen wie das Belassen von Totholz und der Schutz geeigneter Laichgewässer stabile Salamanderpopulationen gefördert werden können.

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Wissenswertes über den Feuersalamander

Der Feuersalamander ist leicht zu erkennen an seiner schwarz-gelben Färbung und kann bis zu 20 Zentimeter lang werden. Trotz seines auffälligen Aussehens ist über sein Leben im Wald und die spezifischen Bedrohungen, denen er ausgesetzt ist, weniger bekannt. Deshalb möchte das neue Merkblatt nicht nur Waldbesitzer, sondern auch die breite Öffentlichkeit für den Schutz dieses Tiers sensibilisieren.

Das Merkblatt bietet eine Fülle von Informationen über die Biologie und Ökologie des Feuersalamanders und zeigt auf, welche Lebensbedingungen er benötigt und wie diese gefördert werden können. Es steht allen Interessierten auf der Webseite der LWF zur Verfügung.

Indem Waldbesitzer ihre Bewirtschaftungsmethoden anpassen und sich für den Erhalt natürlicher Strukturen einsetzen, können sie einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Feuersalamanders leisten. „Und im Wald schallts lange noch: Salamander lebe hoch!“ – dieses Zitat aus den Lurchi-Geschichten könnte somit wieder Realität werden.