Bezirks- und Kreisvorsitzender Manfred Zettl, Kreis-Organisations-Leiter Hartmut Schütze aus Weiden sowie Bürgermeister Christian Porsch waren eigens ins Schützenheim gekommen. Zusammen mit zweiten Vorsitzenden Reinhold Bauer wurde im Kreis der Kameraden und Gäste der verstorbenen Kameraden Bernhard Lehner, Hubert Brendel, Fritz Schindler und Hans Haberkorn gedacht.
Bauer wertete dabei den Tod des seit 2018 amtierenden, vorbildlich aktiven Kameradschaftschefs als einen besonders schmerzhaften und herben Verlust, an dem die Reservistenkameradschaft schwer zu tragen hat. „Du hinterlässt eine große Lücke, die schwer zu füllen sein wird“, so Bauer.
Zu hoher Altersdurschnitt
Zum anderen zeichneten sie mit Urkunde und Nadel Alois Emerig, Norbert Kopp, Hans Walberer und Hans Zettner für 50 Jahre Mitgliedschaft aus. 40 Jahre dabei sind Willibald Erfurt und Helmut Raps, zehn Jahre Gernot Hammon. 50 Vereinsmitglieder, darunter sechs Fördernde zählt die Kameradschaft aktuell, resümierte Schriftführer Norbert Kaußler.
Das Altersspektrum reiche von dem 33-jährigen Frederico Rothmeier bis zu den beiden, mit 85 Jahren ältesten Mitgliedern Helmut Raps und Alfred Fees. Nachdenklich stimme, so Kaußler, der zu hohe Altersdurchschnitt von 66,28 Jahren.
Das Vereinsgeschehen
Kommissarischer Vorsitzender Reinhold Bauer ließ das Vereinsgeschehen in den zurückliegenden Monaten wie Monatsversammlungen, Geburtstags- und Festbesuche Revue passieren und warf einen Blick auf das kommende Jahr. So treffen sich am 27. Oktober, 18.00 Uhr, die RK-Vorsitzenden in Tännesberg zur Tagung. Am 15. November, 20.00 Uhr, findet die nächste Monatsversammlung im Schützenheim statt.
Im Gedenken an den verstorbenen Vorsitzenden wird für dieses Jahr keine Weihnachtsfeier geplant. Finanziell unterstützt wurde der „Blaulicht-Tages“ des Kreisverbandes Weiden im Juli 2023 in der Major-Radloff-Kaserne. Von einem guten und soliden Kassenstand konnte Kassier Hermann Völkl berichten. „Sauber und übersichtlich geführt“ bestätigten die Kassenprüfer Helmut Würfl und Hans Bayerl. Die Entlastung erfolgte einstimmig.
Schwierigkeiten bei den Nachkommen
In ihren Grußworten sparten die Ehrengäste nicht mit Lob und Anerkennung für die geleistete Reservisten-Arbeit. Christian Porsch unterstrich die Wichtigkeit der Kameradschaft für das Gemeindeleben und für die der Gesellschaft. Sein Dank galt besonders dem Stellen der Ehrenposten am Volkstrauertag.
„Es wird immer schwieriger, Veranstaltungen aus organisatorischen Gründen und erschwerten Genehmigungsverfahren auf die Beine zu stellen“, so Manfred Zettl. Die Speichersdorfer Kameradschaft sei hier eine tragende Säule, womit er die Bitte verband, auch im kommenden Jahr die Veranstaltungen mit Manpower zu unterstützen.
Dies unterstrich auch Hartmut Schütze, wie die von ihm geschilderten Schwierigkeiten bei der Organisation und Durchführung des „Blaulichttag“ in der Kaserne in Weiden zeigten. Dank der Mitwirkenden und Unterstützern habe man die Herausforderungen gemeistert und viel positive Resonanz aus der Bevölkerung erhalten.
Dennoch werde es diese Veranstaltung nicht mehr geben, so Schütze, da dies mit großen Schwierigkeiten und viel Arbeit und Ärger verbunden sei. Nicht schwieriger erweise sich auch, junge Männer für die Reservistenarbeit zu gewinnen. Um dem gegenzusteuern werde der Kreisverband neue Wege in der Mitgliederwerbung gehen.

