Weiden. Hochbetrieb in der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin in Weiden: Am Sonntag sah man im Klinikum unzählige Kids mit Platzwunden. Was war da los?
Platzwunden ganz ohne Blut und ohne Schmerzen – dafür mit viel Schminke und begeisterten Kinderaugen. Denn letzten Sonntag sorgte das BRK an ihrem Schminktisch für kleine und große Wunden. Diese Aktion war aber nur ein kleiner Teil des Programms am Tag der offenen Tür der Kinderklinik. Auch Hüpfburg, Karussell, Basteln und Polizei- und Wasserwachtfahrzeuge sorgten für leuchtende Augen bei den jungen Besuchern. Mit von der Partie waren unter anderem auch die KlinikClowns, die vielen Kindern hier schon ihren Krankenhausaufenthalt verschönerten.
Besonderes Highlight für das Krankenhauspersonal
Aber nicht nur der Spaß stand im Mittelpunkt: Die kleinen und großen Besucher konnten auch viel lernen. Wie läuft zum Beispiel die Versorgung in der Notaufnahme? Was passiert eigentlich auf einer Kinder-Station? Und worauf ist bei der Ausstattung für Frühgeborene zu achten? Ärzte, Krankenpfleger und Hebammen konnten auf Fragen wie diese natürlich Antworten geben. Für das Team von Chefarzt Dr. Fritz Schneble gab es aber ein ganz anderes Highlight: „Wir behandeln fast alle Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter. Die Behandlung von Früh- und Neugeborenen, die Intensivmedizin sowie die Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit neurologischen und psychosomatischen Erkrankungen sind besondere Schwerpunkte im stationären Bereich. Ambulant behandeln wir Kinder und Jugendliche in unserer Notambulanz, in verschiedenen Spezialambulanzen und im sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ). Es ist schön, viele ehemalige Patientinnen und Patienten wiederzusehen“.
Neues lernen beim Blick hinter die Kulissen
Die Kids und ihre Eltern bekamen interessante Einblicke in Zimmer, Schränke und Schubladen, die ihnen normalerweise verschlossen bleiben. Auch verschiedene Untersuchungen wurden ihnen genauer erklärt. Und die kleinen Besucher halfen, die richtige Diagnose und Behandlungsmethode für erkrankte Teddys zu finden – egal ob bei Fieber oder Bauchschmerzen. Mit Informationen und verschiedenen Attraktionen bereicherten die Psychosomatik und das SPZ das abwechslungsreiche Programm. Der Bunte Kreis Nordoberpfalz nutzte den Tag der offenen Tür, um sein 10-jähriges Bestehen zu feiern. Die Arbeit des Bunten Kreises beginnt genau dort, wo die Betreuung durch die Kliniken endet: zu Hause. Denn gerade mit kranken oder behinderten Kindern sind in heimischer Umgebung neue Herausforderungen zu meistern, denen Eltern oft hilflos gegenüber stehen. „Seit Beginn der Nachsorge konnten wir rund 500 Familien unterstützen. Es war schön, sehr viele Familien, die wir im häuslichen Umfeld begleitet haben, heute wieder zu sehen“, freut sich Marina Frister, Leiterin des Bunten Kreis Nordoberpfalz.
Fotos: Kliniken Nordoberpfalz AG

