Im Rahmen der letzten Begleitausschusssitzung von „Neustadt lebt Demokratie!“ stellte Arno Speiser von der Koordinierungs- und Fachstelle die neuesten Entwicklungen bei dem Beratungsangebot „NO NEED FOR HATE“ vor. „Die Umsetzung des ursprünglich Anfang 2021 entwickelten Konzeptes hat sich durch Corona immer weiter hinausgezögert, aber wir waren nicht untätig.“ So kann Arno Speiser auf einen Pool von neun speziell ausgebildeten Beraterinnen und Beratern zurückgreifen und je nach Fallkonstellation ein zweiköpfiges Team zusammenstellen.
Einsicht und Umkehr erreichen
NO NEED FOR HATE unterstützt Ausbildungsunternehmen, Vereine, Organisationen und Schulen im schwierigen Umgang mit Jugendlichen, die durch rassistische, fremdenfeindliche oder rechtsextreme Äußerungen verbal oder in den Sozialen Medien auffällig geworden sind. „In den seltensten Fällen sind Kündigung, Ausschluss oder Schulverweis die richtige Wahl bei der Reaktion auf entsprechen Vorkommnisse, vielmehr führen diese Aktionen eher noch zu einer weiteren Ausgrenzung“, erläutert Arno Speiser den Ansatz von NO NEED FOR HATE.
Das Beraterteam versucht, mit den Jugendlichen die Vorfälle aufzuarbeiten. Was führte dazu? Warum fielen diese Äußerungen? Wie haben sich die Betroffenen dabei gefühlt? In einem zweiten Schritt sucht das Beraterteam nach unterstützenden Momenten im Umfeld des Jugendlichen, um letztlich Einsicht und eine Umkehr zu erreichen.
Auswege aufzeigen
In diesen Krisenzeiten, in denen wir fast täglich in den Sozialen Medien und zum Beispiel in den Kommentarspalten der Medien Hassreden, Beleidigungen und vermeintlich einfache Lösungen komplexer Probleme lesen, ist es nicht verwunderlich, dass auch junge Menschen diese Verrohung der Sprache übernehmen. Es ist die gesamtgesellschaftliche Aufgabe, hier nicht mit Ausgrenzung zu reagieren, sondern Auswege aufzuzeigen.
Arno Speiser
Um NO NEED FOR HATE auch bei den jungen Menschen noch bekannter zu machen, werden derzeit kurze Videoclips produziert, die die Notwendigkeit des Beratungsangebotes weiter verdeutlichen sollen.
Hinweis für alle Interessenten:
Alle, die von den beschriebenen Vorfällen betroffen sind und sich für das Beratungsangebot interessieren, können sich direkt an den Koordinator von NO NEED FOR HATE Arno Speiser wenden. (Mail: ASpeiser@neustadt.de oder Tel./Whatsapp/Signal: 0170 4156127). Ebenso sind alle Informationen auf der Homepage von NO NEED FOR HATE abrufbar.

