Für den Kauf eines batterieelektrischen Fahrzeuges oder Brennstoffzellenfahrzeugs mit einem Nettolistenpreis bis 45.000 Euro erhielten Käufer bis zum 17. Dezember eine staatliche Förderung. „Die Fördersumme setzte sich aus maximal 3000 Euro vom Bund und maximal 1500 Euro Herstellerprämie zusammen“, erläuterte ATU Experte Eiber Anfang Dezember. Aufgrund der Haushaltsprobleme der Bundesregierung wurde die Förderung für E-Autos auf Eis gelegt und endete am 17. Dezember 2023.
Autohersteller übernehmen die Prämie
Allerdings haben mittlerweile zahlreiche Hersteller angekündigt, die Prämie selbst zu übernehmen. Wer sich in diesen Tagen also einen Neuwagen mit Elektroantrieb zulegt, hat je nach Hersteller noch Chancen auf die volle Förderung. Konkret bedeutet das einen Zuschuss von bis zu 6.750 Euro.
Erhöhung der CO₂-Preissteuer
Ab dem 1. Januar beginnt auch die nächste Stufe der CO₂-Steuer. Dies hat unter anderem Folgen für die Spritpreise. „Der Preis pro Tonne CO₂ erhöht sich von 30 Euro auf 40 Euro. Prognosen zufolge werden die Preise für Benzin und Diesel im Schnitt um drei Cent pro Liter ansteigen“, erklärt Eiber.
Führerschein rechtzeitig umtauschen
„Bis zum 19. Januar 2024 haben die Jahrgänge 1965 bis 1970 Zeit, ihren alten rosa- oder graufarbenen Führerschein in einen im Scheckkartenformat umzutauschen“, weiß der Fachmann. „Der neue ist dann 15 Jahre gültig und kostet 25 Euro.“ Achtung: Wer nach dem 19. Januar mit der alten Fahrerlaubnis erwischt wird, zahlt ein Verwarngeld in Höhe von 10 Euro und muss den neuen Führerschein bei der Polizei vorlegen.
Neue, verpflichtende Assistenzsysteme
Um die eigene Sicherheit im Fahrzeug und die der anderen Verkehrsteilnehmer weiter zu erhöhen, benötigen alle neu zugelassenen Pkw ab dem 7. Juli 2024 verpflichtende, serienmäßige Assistenzsysteme. „Dazu zählen unter anderem ein Geschwindigkeitsassistent (ISA), ein Müdigkeits- und Aufmerksamkeitswarner, ein Notbremsassistent und ein Abbiegeassistent mit Kollisionswarner“, so der Experte.
„Zusätzlich müssen ab Juli 2024 alle neu zugelassenen Fahrzeuge mit einem ‚Event Data Recorder‘ (EDR) ausgestattet sein. Diese Blackbox sammelt Daten zu Geschwindigkeit und ABS und liefert im Falle eines Unfalls genauere Informationen zum Unfallhergang. Die Daten werden jedoch nur gespeichert, wenn es zu einem Unfall kommt, andernfalls werden sie nach Sekunden automatisch vom System gelöscht“, führt Experte Eiber aus.
Neue Plakettenfarbe bei der Hauptuntersuchung
Wer 2024 zur Hauptuntersuchung muss, bekommt nach bestandener Prüfung eine blaue Plakette, die dann bis 2026 gültig ist. „2024 erstzugelassene Neufahrzeuge unter 3,5 Tonnen müssen erst nach drei Jahren, also 2027, zur HU“, erläutert Eiber. Hier ist zu beachten, dass die Hauptuntersuchung gesetzlich vorgeschrieben ist. Falls der Prüftermin nicht rechtzeitig wahrgenommen wird, zieht das ein Bußgeld von bis zu 60 Euro und einen Punkt in Flensburg nach sich.
Preiserhöhung bei Haftpflichtversicherung
Im neuen Jahr müssen rund 7,4 Millionen Autofahrer mit Preiserhöhungen für ihre Haftpflichtversicherung rechnen. Grund dafür ist das Festlegen neuer Typklassen für viele Automodelle durch die Versicherungsgesellschaften. „Der Großteil der Fahrzeughalter, rund 29,4 Millionen, muss sich aber keine Gedanken machen. Für sie bleibt die Typklasse des Vorjahres bestehen und sie müssen keine großen Preissprünge befürchten“, beruhigt ATU Experte Franz Eiber. Alle aktuellen Informationen findet ihr hier.

