Ab 1. Januar wechselt der Elisabethenverein den Träger: Von der Katholischen Kirchenstiftung Tirschenreuth zum Kreiscaritasverband Tirschenreuth. Was das für die Patientinnen und Patienten bedeutet? Gewohnte Pflegekräfte, gewohnte Qualität, gewohnte Autos. Auch den 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gereicht der Trägerwechsel nicht zum Nachteil. Diese werden nach wie vor nach Tarifvertrag vergütet, wie Geschäftsführer Rainer Schmid betont. Auch Martin Kneidl, Vorstand der Caritas Tirschenreuth, freut sich sehr, wieder einen ambulanten Pflegedienst unter dem Dach der Caritas zu haben.

Größere Arbeitsbelastung für Pfarrer

Im Rahmen der pastoralen Planungen für das Jahr 2024 werden immer größere Pfarreiengemeinschaften angedacht bei immer weiter sinkenden Priesterzahlen, kurzum: die Arbeitsbelastung für die Pfarrer wird größer. Für Monsignore Flierl als Oberhaupt der katholischen Kirchenstiftung Tirschenreuth, die bisher Träger des Elisabethenvereins war, eine weitere Aufgabe neben dem täglichen Brot eines Priesters wie Seelsorge, Gottesdienste oder die Vorbereitung auf die Sakramente. Neben dem Elisabethenverein ist auch der Kindergarten noch in Trägerschaft der Kirchenstiftung.

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Zu all dem kommt das immer komplexer werdende Know-how, das für die Führung eines ambulanten Pflegedienstes benötigt wird: Arbeits- und Sozialrecht, betriebswirtschaftliche Kosten- und Erlösstrukturen oder Personalplanung, um nur ein paar zu nennen. „Zum Glück haben wir den Profi vor Ort, der die Geschicke des Elisabethenvereins fach- und sachkundig leiten kann“, so Monsignore Flierl, der den ambulanten Pflegedienst zum 1. Januar in die Führung der Caritas Tirschenreuth übergibt.

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Keine Verschlechterung für Mitarbeiter

Ganz aus dem Führungsgremium des Elisabethenvereins wird sich Monsignore Flierl jedoch nicht zurückziehen: Als Mitglied der Vorstandschaft der Caritas ist er weiterhin in dessen Geschicke involviert. Als Geschäftsführer des Elisabethenvereins wird wie gewohnt Rainer Schmid fungieren und auch sonst sind keinerlei nennenswerte Veränderungen geplant. „Wir freuen uns, dass alle Mitarbeitenden mit zur Caritas wechseln“, so Schmid. Für die Mitarbeitenden gibt es keinerlei Verschlechterung, da die Caritas nach dem gleichen Tarifvertrag vergütet.

Elisabethenverein als eingeschworene Marke

Auch Kneidl betont, dass der Elisabethenverein als eingeschworene Marke weiterhin der Elisabethenverein bleiben wird, die grünen Autos auch weiterhin grün bleiben werden. Als einziges Novum wird zusätzlich ein Caritas-Logo angebracht werden. Für die Patientinnen und Patienten ändert sich also nichts an der gewohnten Qualität der Pflege. Schon bisher gehörte der Elisabethenverein zum Dachverband der Caritas, nahm deren Fachberatung in Anspruch und pflegte nach deren hohen Qualitätsstandards.

Neben Grund- und Behandlungspflege bietet der Elisabethenverein hauswirtschaftliche Unterstützung für zuhause, Essen auf Rädern oder ein Hausnotrufsystem für die Region Tirschenreuth, Bärnau, Bad Neualbenreuth, Mähring und Plößberg. Für das kommende Jahr plant Schmid bereits eine Betreuungsgruppe für Menschen mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistiger Behinderung.

Trägerwechsel als großes Plus

Ein großes Plus bringt der Trägerwechsel zur Caritas dann doch mit sich. „Wir können mit
einem breiten Netzwerk an Hilfen punkten“, so Vorstand Kneidl. Ein weiterer wichtiger
Baustein ist die neu gebaute Tagespflege „Zanklgarten“ in Mitterteich, die zum 1. Januar in
Betrieb geht. Ansonsten bietet die Caritas Hilfe, wenn Seniorinnen und Senioren in Not sind:
Bei Suchtproblemen, psychischen Erkrankungen, finanziellen Nöten oder auch am
Lebensende. Die vielfältigen Beratungsdienste wie Fachambulanz, Beratungsstelle für
seelische Gesundheit oder auch die ehrenamtlichen Hospizbegleiter beraten kostenlos und
verschwiegen und sind über die Caritas Tirschenreuth zu erreichen.

„Uns ist es ein großes Anliegen, dass die Caritas, deren Auftrag von jeher die Fürsorge für unsere Mitmenschen ist, wieder stärker in der Pflege in unserer Region verankert ist“, so der künftige Vorstand des Elisabethenvereins. Die Caritas betreibt im neuen Dekanat Tirschenreuth-Wunsiedel vier Sozialstationen, zwei Altenheime sowie eine Tagespflegeeinrichtung. Auch Monsignore Flierl freut sich, den Elisabethenverein in guten Händen zu wissen und wünscht dem Team allzeit gute Fahrt im täglichen Einsatz.