Anfang Juli war der Austausch von gut 300 bestehenden Natriumdampflampen, auch Pilzlampen genannt, in sparsame LED-Lampenköpfe im Stadtgebiet abgeschlossen. Jährlich sollen so mehr als 64 Tausend kWh Strom eingespart werden.
Finaler Anstoß
„Die Gelblichtlampen wegzumachen ist der einfachste Weg, Strom und damit Geld zu sparen“, erklärt Karl Meier, Stadtrat (FW) und Energiereferent der Stadt Neustadt. „Mit den Zahlen aus den letzten Jahren konnte ich eine Wirtschaftlichkeitsstudie durchführen“, informierte er weiter.
„Die Strompreiserhöhung im letzten Jahr gab uns dann den finalen Anstoß das Projekt in Form einer Umstellung auf LED durchzuführen, und zwar im kompletten Stadtgebiet“. Durch die Umstellung auf LED-Leuchtmittel könnten im Jahr knapp 65 Tausend Kilowattstunden eingespart werden, so der Energiereferent.
Detailplanung für jede Lampe
In der direkten Zusammenarbeit mit dem Bayernwerk sei für jede Lampe eine Detailplanung durchgeführt worden. Zur Ermittlung einer sicheren Beleuchtung in den unterschiedlichen Straßensituationen hätten im Vorfeld – auch nachts – zahlreiche Begehungen stattgefunden. „Die alten Pilzleuchten haben das Umfeld 360 Grad ausgeleuchtet“, erklärte Meier, „das ist oft unnötig und verbraucht zu viel Strom, es genügt häufig, nur den Gehweg oder die Straße in eine Richtung auszuleuchten“.
Aktuell gäbe es zum Beispiel in der Straße „an der Floss“ noch alte Pilzlampen, „weil die vor Ort Situation hier beispielsweise sowohl die Beleuchtung einer Straße als auch die Beleuchtung eines hinter der Lampe liegenden Gehwegs erfordert“. Hier hätte man auf den modernen neuen LED-Lampenkopf mit Wegdirektbeleuchtung verzichtet und nur die Natriumdampflichtbirne durch die wesentlich sparsameres LED-Leuchtmittel getauscht.
Nächtliche Abdunkelung
Ebenso wurden auch in der Bahnhofstraße und im Stadtkern die gelben Leuchtmittel der „historische Laternen“ aus Kosten- und Sicherheitsgründen mit langlebigen LED Leuchtmittel ausgewechselt.
In Abwägung der notwendigen Beleuchtungsstärke sowie der vor den Bürgern zu vertretenden Beleuchtungskosten seien die notwendigen LED-Lampenkörper ausgewählt und eine nächtliche Abdunkelung (eine Reduzierung der Leistung der Lampe auf rund 60 Prozent) festgelegt worden.
Sorgfältige Überlegungen
„In der Nähe von Gaststätten und der Ärzte in der Freyung sowie an der Hauptverkehrsstraße haben wir aus Sicherheitsgründen auf diese Abdunkelung verzichtet“, betonte Meier, „in der Lindenstraße haben wir eine weitere Lampe installiert, um so einen derzeit dunklen Fleck an der Ecke zur Naabstraße besser beleuchten zu können“.
Insgesamt sei in Sachen notwendiger Sicherheit, Artenschutz von Insekten, vertretbarem Energieverbrauch für die Beleuchtungsstärke und entstehender Kosten für die Umstellung der alten Gelblichtlampen auf sparsamere LED-Lampenköpfe sehr sorgfältig abgewogen worden, hieß es von Bürgermeister Sebastian Dippold.
Energie- und Stromeinsparung
Im Herbst letzten Jahres hätten die Planungen rund um die Lampen im Stadtgebiet begonnen. Nach Gesprächen mit dem Bayernwerk, dem Bauhof, einer örtlichen Elektrofirma und Bürgermeister Sebastian Dippold habe man verschiedene Kosten-Nutzenkonzepte erarbeitet, um dann darüber zu entscheiden, einen Komplettaustausch der Lampenköpfe oder lediglich den Austausch der Leuchtmittel vorzunehmen.
Dem Bauausschuss wurden von der Verwaltung beide Konzepte vorgestellt. „Er favorisierte die Lösung mit dem besten Kosten/Nutzenverhältnis und entschied sich für die Variante mit der größtmöglichen Energie- und Stromkosteneinsparung“, so Meier.
Einstimmiger Beschluss
Der Stadtrat hat das Projekt damals einstimmig beschlossen und das Bayernwerk als Betreiber der Beleuchtungsanlagen mit dem Austausch beauftragt. In den Monaten April bis Juli 2023 tauschte das Bayernwerk nun in Zusammenarbeit mit der örtlichen Firma Ludwig Schneck Elektroinstallation mehr als 300 Lampenköpfe oder Leuchtmittel aus und überprüfte bei Anbruch der Dunkelheit die Lichtstärke der neuen Lampen.

