Das Mesnerhaus in der evangelischen Friedhofsanlage von Floß erhält eine besondere Ergänzung: eine Glocke im schon bestehenden Glockentürmchen. Diese Neuerung bringt eine gewisse Vollständigkeit in die Funktion des Ortes, der ebenso wie das Glöcklein, eine Geschichte zu erzählen hat.

Ein Stück Geschichte wird ergänzt

Pfarrer Friedrich Zapf war derjenige, der den Anstoß für den Neubau des Mesnerhauses, damals noch als „Leichenhaus mit Einliegerwohnung“ bezeichnet, gab. Die Konzeption erhielt Unterstützung durch die Mitglieder des Kirchenvorstandes. Begonnen wurde mit dem Bau direkt nach dem Zweiten Weltkrieg, 1946, und noch im selben Jahr konnte das Gebäude fertiggestellt werden. Der damals aus dem Sudetenland stammende Architekt Josef Schmidt, der sich kurz nach dem Krieg selbständig machte, erhielt den Auftrag. Das Gebäude wurde nach den modernsten Erkenntnissen der damaligen Baukunst errichtet, einschließlich einer Unterkellerung, einer Garage und einem Nebenraum. Die ersten Bewohner der Einliegerwohnung waren die Mesnerseheleute Hans Meier. Nachdem sie ihren Dienst aufgeben mussten, zogen die Eheleute Rudolf Schulz ein. Es folgten weitere Mietwechsel, wenngleich keine Mesner mehr darin wohnten. Derzeit steht die Wohnung leer.

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Eine Glocke vervollständigt das Ensemble

Die Installation einer Glocke im Glockentürmchen des Leichenhauses war ursprünglich aufgrund finanzieller Schwierigkeiten verschoben worden. Dieses Fehlen einer Glocke, das bei den Gemeindemitgliedern durchaus Verständnis fand, wird nun behoben. Die Glocke, die mechanisch betrieben wird, wird künftig bei Beerdigungen – egal ob Erdbestattung oder Urnenbeisetzung – geläutet und so ihre wichtige Aufgabe erfüllen.

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Die Dankbarkeit der Gläubigen ist groß, da die neue Glocke nun ein fehlendes Puzzleteil in der Ausgestaltung der Friedhofanlage darstellt. Es zeigt, wie Tradition und moderne Anforderungen Hand in Hand gehen können, um einen würdevollen Ort der Trauer und des Gedenkens zu schaffen.