Parkstein. Die Geschichte des 23 Millionen Jahre alten Parksteiner Vulkan ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Eine Führung durch die Felsenkeller zum Tag des Geotops am letzten Sonntag gab neue Einblicke in das Erdinnere frei.

Über 50 interessierte Besucher verfolgten zunächst an der Basaltwand die Erklärungen zum Eruptionsgeschehen des Hohen Parkstein. Dr. Andreas Peterek, Geschäftsführer des Geoparks Bayern-Böhmen, betonte dabei die wissenschaftliche Bedeutung des erst vor wenigen Wochen rezertifizierten Nationalen Geotops: „Geologen erforschen bereits seit über 100 Jahren den Basaltkegel und trotzdem gibt es immer wieder Neues zu entdecken.“

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Informationstafeln erweitern den Forschungsstand

Er erläuterte anhand der Zusammensetzung der Gesteine am südwestlichen Teil der Basaltwand die bisher gültige Theorie, dass im Zuge der Eruption große Gesteinsblöcke heraus explodiert und beim Zurückfallen in den Krater mit dem Nebengestein aus der Schlotwand vermischt wurden. In den seit 2008 zugänglichen Felsenkellern in der Kapuzinergasse enthüllten Andreas Peterek, Bürgermeisterin Tanja Schiffmann und Museumsleiterin Susanne Moldaschl im Anschluss zwei Informationstafeln, welche den bisherigen Forschungsstand nun erweitern. Sie belegen für diese Stelle des Vulkans ein weitaus diffizileres Bild des Eruptionsgeschehens.

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Felsenkeller täglich kostenlos zugänglich

Bei genauem Hinsehen lassen sich in den Kellerwänden einzelne Gesteinslagen und ausgeprägte Schichtungen erkennen, für deren Existenz die Forscher bisher keine Erklärung hatten. Neueste Untersuchungen belegen nun, dass das Gesteinsmaterial zwar ebenfalls durch Explosionen entstanden, dann allerdings zunächst an den Hängen der Schlotwand abgelagert und durch Wettereinflüsse oder tektonische Aktivitäten in den offenen Krater abgerutscht ist.

Die dreisprachigen Informationstafeln befinden sich gleich hinter dem Eingang der Felsenkeller. Diese sind täglich von 8 bis 20 Uhr kostenlos zugänglich.