Tirschenreuth. Auf Einladung der KoKi kamen auch in diesem Jahr die Fachstellen des Netzwerkes Frühe Hilfen wieder zu einem Runden Tisch im Landratsamt Tirschenreuth zusammen. Ziel ist hierbei immer die Zusammenarbeit zu optimieren und aufeinander abzustimmen.
Als neuen Teilnehmer konnten Marianne Fütterer und Pia Kürschner von der KoKi (Koordinierende Kinderschutzstelle) insbesondere H. Dr. Michael Rüth, Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe Tirschenreuth, begrüßen. Dr. Rüth erläuterte seine Arbeitsweise und Ziele am Krankenhaus Tirschenreuth und sieht vor allem die Koppelung von Gynäkologischer Praxis und Entbindungsklinik als zukunftsweisend an. Auch der Klinikverbund zwischen den Standorten Tirschenreuth, Weiden und Amberg bringt vor allem für die Patienten viele Vorteile mit sich. So können sich Frauen immer als erste Anlaufstelle an H. Dr. Rüth wenden und werden dann je nach Bedarf an den passenden Standort weitervermittelt. Mehrfachuntersuchungen können so zum Beispiel vermieden werden.
Als ein interessantes Angebot für Familien mit kleinen Kindern stellte Susanne Wurm ihre Arbeit als Familienkinderkrankenschwester vor. Vermittelt wird dies über die KoKi, wobei die beiden Mitarbeiterinnen nach dem Kontakt mit der betreffenden Familie gemeinsam mit den Eltern entscheiden, ob dies die passgenaue Hilfe ist, oder andere Unterstützungsmöglichkeiten angeboten werden. Grundsätzlich handelt es sich bei der sog. GFB (gesundheitsorientierte Familienbegleitung) um eine längerfristige, aufsuchende Begleitung von Familien.
Frühe Hilfe für (werdende) Eltern
Wie alle Angebote der Frühen Hilfen können die (werdenden) Eltern und Familien dieses Angebot freiwillig in Anspruch nehmen. Der Ablauf dieser Unterstützung umfasst jeweils ein Informationsgespräch mit gemeinsamen Absprachen über Umfang und Dauer der geplanten Maßnahme. Inhaltlich geht es hierbei vor allem um Fragen zur Pflege und Ernährung des Kindes, zur Förderung der Gesundheit des Kindes und der Eltern, zur Entwicklungsförderung des Kindes, zu Regulationsfertigkeiten des Säuglings und Kleinkindes und um die Eltern-Kind-Interaktion. Oft ist auch eine Lotsenfunktion wichtig und eine Begleitung und Hinführung der Eltern zu weiterführenden Angeboten im Netzwerk Frühe Hilfen. All dies ist für die Eltern völlig kostenlos und kann bei der KoKi beantragt werden. Hier wird der Bedarf geprüft und der gesamte Verlauf fachlich begleitet. Dabei werden die geltenden Datenschutzregelungen stets beachtet.
Die Teilnehmer des Forums, das sich aus Vertretern aller Fachstellen rund um Schwangerschaft, Geburt und die ersten Lebensjahre des Kindes, zusammensetzen erleben stets wie wichtig gegenseitige Information und Kooperation ist. Nicht nur die Familien haben dadurch Vorteile, auch die Arbeit der beteiligten Fachkräfte wird dadurch wesentlich effektiver und zielführender. „Kooperation statt Konkurrenz“ – so kann man das Motto dieses Runden Tisches festschreiben, wobei vor allem die Bereitschaft in einem großen Team des Netzwerkes Frühe Hilfen zu arbeiten ein entscheidender Marker für Erfolg ist.
Auch im nächsten Jahr wird das Forum Frühe Hilfen fortgesetzt, was von allen Fachkräften begrüßt wurde. Falls Interesse besteht bei diesem Netzwerk Frühe Hilfen mitzuarbeiten, kann man sich jederzeit an die KoKi des Landkreises Tirschenreuth wenden. Pia Kürschner, Telefonnummer 09631/ 88-365, Mail: pia.kuerschner@tirschenreuth.de, Marianne Fütterer, Telefonnummer 09631/ 88-279, Mail: marianne.fuetterer@tirschenreuth.de.

