Viele von ihnen, besonders Frauen und Kinder, mussten wegen des Kriegs Hals über Kopf ihre Heimat verlassen und konnten kaum das Nötigste mitnehmen. Innerhalb weniger Tage entfalteten der Aufruf der Schülersprecher und eine entsprechende Elterninformation durch die Schulleitung eine tolle Wirkung. Sage und schreibe 30 Kartons, die das Kartonagenwerk Liebenstein zur Verfügung gestellt hatte, wurden im Laufe weniger Tage gefüllt.

Fahrt an die polnische Grenze

Besonders Hygieneartikel, Lebensmittel, Babysachen und Tierfutter wurden von vielen Schülern mitgebracht und in „Themenkartons“ verpackt. Am vorletzten Freitagmittag holten freiwillige Helfer von sechs Fahrschulen aus der Region diese Schachteln ab und starteten mit 16 Fahrzeugen nach Korczowa in Polen an der Grenze zur Ukraine. Am Samstagnachmittag war das Ziel erreicht und die Hilfsgüter wurden umgeladen. Die Spritkosten übernahm der Arbeitskreis „Humanitäre Unterstützung im Landkreis Cham“.

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1.800 Euro wurden gesammelt

Neben den Sachgütern wurden von der Schulfamilie der Mittelschule aber auch Geldspenden gesammelt. Besonders hervorzuheben ist hier die Spende der „Einnahmen“ der Klasse M 10 aus dem Catering beim Abfischen im Oktober letzten Jahres. Außerdem organisierten die einzelnen Klassen interne Spendenaktionen. Auch der Elternbeirat der Mittelschule steuerte
einen ansehnlichen Betrag bei.

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Aufgestockt durch weitere Einzelspenden der gesamten Schulfamilie wurde die stolze Summe von 1.800 Euro erzielt, die jetzt an Holger Schedl, dem Kreisgeschäftsführer des Bayerischen Roten Kreuzes im Landkreis Tirschenreuth, überreicht wurde. Nach Angaben von Schedl wird dieser Geldbetrag sowohl den in Fockenfeld untergebrachten als auch weiteren Flüchtlingen, die über den Landkreis verteilt sind, zugutekommen.