Nach rund dreimonatiger Sanierung durch die Tirschenreuther Zimmerei Schabner, unter tatkräftiger Mithilfe des gelernten Spenglers Dieter Brandl, schwebte Anfang der Woche sowohl das in neuem Glanz erstrahlende Glockentürmchen, als auch die dazugehörende Glocke wieder auf ihren angestammten Platz auf dem Haus der Matzersreuther Familie Laubert.
„Dies zeigt deutlich, dass uns in Tirschenreuth und seinen Ortsteilen nicht nur der grundsätzliche Ausbau der Infrastruktur wie die derzeitige Anbindung an das Glasfasernetz am Herzen liegt, sondern auch der Erhalt alter Traditionen und Bausubstanzen“, so Bürgermeister Franz Stahl.
Eine geschichtsträchtige Tradition
Aufgrund der notwendigen Sanierung der sogenannten Turmzwiebel des Glockentürmchens erfolgte im Juli dieses Jahres der Ausbau der Glocke. Diese wurde in der Zimmerei Schabner eingelagert, wo auch die Turmzwiebel des Glockentürmchens saniert wurde. Die Kosten lagen bei rund 15.000 Euro. Türmchen und Glocke befinden sich seit jeher auf dem Dach des Anwesens Nummer 5 der Familie Laubert – und das bereits seit 1670.
In diesem Jahr wurde in einem Glockentürmchen auf dem Dach eine 35 Kilogramm schwere Kupferglocke befestigt. Während des II. Weltkriegs wurde die Glocke zur Munitionsherstellung eingeschmolzen. 1946 schafften sich die Matzersreuther eine neue Glocke an. 1972 erhielt sie einen elektrischen Antrieb und eine Zeitschaltuhr. Bis heute läutet die Glocke dreimal täglich zum Gebet.

