Stadt- und Kreisbeauftragte Barbara Faltenbacher konnte hierzu im Pfarrheim in Rothenstadt besonders die Bezirksgeschäftsführerin Iris Mages aus Regensburg begrüßen, die die besten Grüße der Diözesanleitung überbrachte. Sie bedankte sich für die großartige Arbeit der Malteser hier in Weiden und hob vor allen Dingen auch die gute Zusammenarbeit zwischen der gGmbH und dem e.V. hervor, was nicht überall in der Diözese so gut läuft wie hier vor Ort.

Aktivitäten und Dienstleistungen der Malteser

Von zahlreichen Aktivitäten sowie Qualifikationskursen konnte Kerstin Hörl vom ambulanten Hospizdienst berichten. Besonderer Dank galt den Initiatoren von Benefizveranstaltungen und den zahlreichen Spendern, ohne die es nicht möglich wäre, diesen, für die Betroffenen kostenlosen Dienst, anzubieten, bzw. aufrechtzuerhalten. Derzeit läuft ein Qualifikationskurs in Grafenwöhr mit 13 Teilnehmern und im September beginnt ein neuer Kurs in Nabburg. Im letzten Jahr wurden knapp 130 Begleitungen durchgeführt, wobei rund 90 Ehrenamtliche im Einsatz waren. Nachdem auch hier die Krankenkassen leider nicht alle förderfähigen Kosten anerkennen, sei man hier besonders auf Spenden angewiesen.

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Ein gut eingespieltes und ehrenamtliches Team mit derzeit 12 Personen betreibt die Kleiderkammer in Rothenstadt, die laut der Leiterin Sabine Höcker immer besser angenommen wird. Man findet hier eine gut sortierte und zum Großteil sogar neue Bekleidung in großer Auswahl für alle. Die Seniorengruppe unter Leitung des stv. Beauftragten Wilhelm Striegl kam zu regelmäßigen Treffen im Café Mitte zusammen. Bei den 12 Gruppentreffen kamen 182 Teilnehmer/innen zusammen. Teilgenommen habe man auch am Quirinfest und dem Seniorennachmittag der Stadt Weiden. Für den Abhol- und Heimfahrservice der Senioren wünschte sich Striegl, dass man hierfür noch einen weiteren Fahrer finden möge, da er dies derzeit alleine bewältigen müsse.

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Die neue Leiterin des Cafés Malta, Veronika Reitzig, berichtete von einer guten Entwicklung des Dienstes in der Demenzarbeit. Ebenso habe man die Fachstelle für pflegende Angehörige wieder „in Betrieb“ genommen, die eine kostenfreie und unabhängige Beratung zu allen Themen rund um die Pflege bietet. Auch Angehörigenschulungen und Angehörigengesprächskreise gehören zum Angebot.

Einsatzdienste und Herzenswunschkrankenwagen

Dem Leiter Einsatzdienste, Florian Faltenbacher, war es vorbehalten von den zahlreichen Aktivitäten im Bereich Sanitätsdienst, Krisenintervention und PSNV (Psychosoziale Notfallversorgung) zu berichten. Man achte hier besonders auch auf die Qualifikation und Weiterbildung der Ehrenamtlichen, was sich in zahlreichen Helferabenden niederschlug. Ein Malteser-Team wird auch die Ministrantenwallfahrt nach Rom sanitätsdienstlich begleiten. Das Angebot des Herzenswunschkrankenwagens werde, laut Faltenbacher, sehr häufig angefragt, aber oftmals könnten die Fahrten aufgrund des gesundheitlichen Zustandes des Fahrgastes nicht mehr durchgeführt werden. Er warb in diesem Zusammenhang auch für Spenden für dieses Projekt, mit dem man Schwerstkranken einen letzten Wunsch erfüllen möchte – und dies für den Betroffenen natürlich kostenfrei.

Jahresbericht des Geschäftsführers

Geschäftsführer Dieter Landgraf merkte zu Beginn seines Berichtes an, dass sich die Befürchtungen in seinem Bericht des Vorjahres leider bestätigt haben, dass viele Einrichtungen wohl schließen müssen, wenn hier nicht für notwendige Unterstützung durch Politik und Kranken- und Pflegekassen gesorgt wird. Die Herausforderungen für die sozialen Einrichtungen werden immer größer und wir als Dienstleister im sozialen Bereich werden mit den erhöhten Personal- und Materialkosten alleine gelassen.

Aber, so Landgraf, umso mehr freue es ihn, dass er für das Jahr 2023 auf ein in Summe positives Gesamtergebnis schauen könne. Trotz einer Personalkostensteigerung um rund 43 % (was auch an der Besetzung offener Stellen lag) und den gestiegenen Materialkosten in allen Bereichen, konnten wir das letzte Jahr mit einem Überschuss abschließen. „Dass wir, entgegen dem Trend, wieder ein gutes Ergebnis erzielen konnten, dafür gilt hier und heute mein besonderer Dank allen Kolleginnen und Kollegen in den einzelnen Diensten, die nicht nur mit viel Herzblut ihren Dienst verrichten, sondern auch immer den wirtschaftlichen Faktor mit im Blick haben“, so der Geschäftsführer. Sein Dank galt hier auch der Diözesanleitung und Diözesangeschäftsführung, sowie der Bezirksgeschäftsführung für die Unterstützung, auch, „wenn wir hier in unserer Euphorie manchmal ausgebremst werden“.

Besonders erwähnte Landgraf auch das gute Spendenaufkommen, wofür er allen Spendern ein herzliches Vergelt’s Gott sagte, denn ohne deren Unterstützung werde es immer schwieriger, alle unsere Dienste aufrechtzuerhalten. „Alleine die tariflichen Erhöhungen in diesem Jahr werden uns wieder erheblich fordern“, aber es sei auch eine Grundvoraussetzung für eine funktionierende Einrichtung, sein Personal auch gut zu bezahlen, so der Geschäftsführer. Seiner Meinung nach stehen die Malteser gegenüber vielen anderen Einrichtungen so gut da, „weil wir hoch motivierte, bestens qualifizierte und stets engagierte Mitarbeiter haben“, aber wie bereits erwähnt, werde es auf Dauer ohne Unterstützung durch die Politik nicht gehen.

Abschluss der Versammlung und Ausblick

Mit einem Dank an die Beauftragte Barbara Faltenbacher, ihrem Stellvertreter Wilhelm Striegl und dem ganzen Ortsführungskreis für die stets gute Zusammenarbeit schloss Landgraf seinen Bericht. Er lud die anwesenden Mitglieder ein, sich für das kommende Jahr den 21. Juni schon einmal freizuhalten, um dann gemeinsam das 50-jährige Bestehen der Malteser Gliederung Weiden, zu feiern.

Vor den Neuwahlen gaben die Kassenprüfer Elisabeth Bauer und Birgit Reil das Ergebnis der Kassenprüfung ab und bescheinigten eine einwandfreie und nachvollziehbare Kassenführung und die Versammlung erteilte dem Geschäftsführer die einstimmige Entlastung.

Die Wahlen unter der Leitung von Florian Faltenbacher ergaben folgendes Ergebnis: Jeweils einstimmig gewählt wurden: Als Vertreter der Helferschaft in den Ortsvorstand: Johanna Florian und Maria Hammer. Als Delegierte zur Diözesanversammlung: Yvonne Landefeld, Lisa Baumer, Johanna Florian, Maria Hammer und Franziska Birkner. Als Kassenprüfer: Elisabeth Bauer und Birgit Reil.