„Was können wir für die Menschen tun?“ Eine Frage, die der Eschenbacher Männerverein seit 75 Jahren mit guten Taten beantwortet. Beim Jubiläum zog die Männergemeinschaft Bilanz. „Öffnet die Türen und lasst alle herein“! Mit Impulsen aus dem Leben und Wirken des Heiligen Wolfgang, Patron des Regensburger Bistums, erinnerte Diözesan-Männerseelsorger Monsignore Harald Scharf beim Jubiläumsgottesdienst in der Stadtpfarrkirche St. Laurentius an das Credo der Männergemeinschaft, mit den Türen auch die Herzen zu öffnen.
Für eine friedliche Zukunft eintreten
Was können wir vom Bistumspatron lernen? Diese Frage stand auch im Mittelpunkt der Predigt. „Mit beiden Beinen auf dem Boden im Kreuz des Alltags stehen, mit der Botschaft der Liebe die Welt verändern und auf dem Pfad der Nächstenliebe wandeln.“ So lautete der Ratschlag Scharfs, für eine friedliche Zukunft einzutreten und das politische und gesellschaftliche Miteinander zu pflegen. Ein Appell, den der Seelsorger um die Bitte erweiterte, auf den Spuren der Liebe und Güte zu wandeln, in denen weder Hass, Streit noch Zwietracht die Eintracht trüben möge.
Dank an Manfred Neumann
Orientierung geben, Vorbild und Würze sein und mit Optimismus das Leben meistern: diese
Ratschläge standen auch in der anschließenden Jubiläumsversammlung im Gasthof Burger im Mittelpunkt. Dabei fand gleichzeitig auch die Jahresversammlung des Vereins mit Neuwahlen statt. Dabei erinnerte der Vertreter des Diözesanbischofs die Leistungen von Manfred Neumann als Führungspersönlichkeit der kirchlichen Vereinswelt. Er erinnerte unter anderem an das Engagement des Vorsitzenden als Gründer und langjähriger Vorsitzender der Kolpingsfamilie.
„Wir sind die Fußtruppen“
Der kurze Rückblick des Vorsitzenden handelte vom Wirken des Männervereins auf kirchlicher und gesellschaftlicher Ebene. Gemeinsinn und Glaubenszeugnis lägen dem Verein am Herzen, betonte Neumann. Er sehe den Verein als Bindeglied zwischen Pfarrei und den gesellschaftlichen Interessen. „Wir sind die Fußtruppen, die die Ehrenamtlichkeit hochhalten und die Zukunft mitgestalten.“ Erwähnt wurde auch die große Spendentätigkeit des Vereins, zuletzt die 5.000 Euro-Spende für das Pfarrheim-Projekt. Eine Summe, die allerdings in der Vereinskasse ein großes Minus hinterlasse, wie Schatzmeister Andreas Krumm feststellte.
Zwei spontane Beitritte
Ein großes Thema bleibe der Nachwuchsmangel. Das Klagelied des Vorsitzenden veranlasste Bürgermeister Marcus Gradl und Stadtverbandsvorsitzenden Michael König, spontan ihren Beitritt zu dem Verein zu erklären, „der mit vielen Ideen das gesellschaftliche Miteinander in der Stadt bereichert“. Die Gestaltungskraft hob in seinem Grußwort auch Stadtpfarrer Johannes Bosco hervor.
Bewährtes Team wiedergewählt
Mit einem Dank für die Leistungen der „alten Haudegen“ leitete Ortsvorsitzender Manfred Neumann zur Neuwahl über. Nach der Verabschiedung der Vorstandsmitglieder Josef Bartl, Hans Kern, Arnold Mirwald und Ludwig Schreml gab es jeweils einstimmige Ergebnisse. Seit 2008 in Amt und Würden wurde Neumann als erster Vorsitzender bestätigt. Ihm zur Seite steht als Stellvertreter Robert Schultes. Schriftführer bleibt Wolfgang Thurn und Schatzmeister bleibt Andreas Krumm. Die Kasse prüfen Peter Hübl und Robert Dotzauer. Zu Beisitzern wählte die Versammlung Josef Bartl, Hans Kern, Arnold Mirwald, Norbert Renner, Josef Riedl, Hans Rupprecht und Ludwig Schreml.

