Gegen 9 Uhr, so der Plan, werden die Leckerkennungssysteme in der Leitzentrale der MERO in Vohburg Alarm schlagen. In Abschnitt B26 wird eine undichte Stelle festgestellt. Vohburg alarmiert daraufhin die zuständige Integrierte Leitstelle (ILS) Nordoberpfalz in Weiden. Diese löst gemäß dem Katastrophenschutz-Sonderplan MERO für die Strecke B26 Ölalarm aus. Dieser Ernstfall muss übrigens regelmäßig geübt werden.
Befehlsstelle im Eslarner Feuerwehrgerätehaus
Im Feuerwehrgerätehaus Eslarn wird sofort eine Befehls- und Sammelstelle eingerichtet. Vier Ölsperren werden von festgelegten Feuerwehren in die Gewässer eingebracht, ein Ölabsaug- und -entsorgungsgerät wird bereitgehalten. Weitere Feuerwehren suchen die Leitung nach Lecks ab oder halten sich für die Gefahrenabschätzung und den Brandschutz bereit.
Nachdem alle Einheiten den Vollzug ihrer Aufgaben gemeldet haben und die Ölsperren durch die
Feuerwehrführung und MERO besichtigt worden sind, wird die Übung beendet. Neben dem Einsatz der Katastrophenschutz-Einheiten überprüft MERO die Zusammenarbeit mit der Einsatzleitung und die eigenen internen Kommunikationswege.
Rechnergestützte Leitsysteme im Einsatz
Beim Betrieb der MERO sind im rechnergestützten Leitsystem mehrere Verfahren zur Leckerkennung und -ortung gleichzeitig aktiv. Dazu werden zwischen den Pump- und
Empfangsstationen ständig die Tankstände und die Durchflüsse gemessen und verglichen.
Außerdem werden Messwerte der Drücke und Temperaturen in der Rohrleitung, die in den
Schieberstationen entlang der Trasse ermittelt werden, in Echtzeit ausgewertet.
Damit die Katastrophenschutzkräfte ihre Aufgaben wahrnehmen können, hat MERO entlang der
Leitungstrasse insgesamt 100 Ölsperren, davon zwölf im Landkreis Neustadt/WN in alle
Fließgewässern, die von der Fernleitung gequert werden, eingerichtet.

