Grafenwöhr. Der Petersplatz, das Pantheon und die Spanische Treppe, aber noch sehr viel mehr kann in Rom besichtigt werden. Neben den Kunst- und Kulturliebhabern kommen auch die Gourmets auf ihre Kosten.
Von Renate Gradl
Nach dem Motto: „Alle Wege führen nach Rom“ unternahm die Kolpingsfamilie eine Reise dorthin. Andreas Greiner, Vorsitzender der Grafenwöhrer Kolpingsbrüder und -schwestern hatte unter Mithilfe von Anton Suttner ein umfangreiches und ausgewogenes Programm zusammengestellt, das Kunst, Kultur, Kirche und Küche beinhaltete.
Zu Fuß durch Rom
Die Romfahrer haben jede Menge über die Methoden der Olivenverarbeitung erfahren, um sich dann gestärkt mit Wein und toskanischen Köstlichkeiten auf den Weg in das Quartier in Grottaferrata, einer Ortschaft südöstlich von Rom, zu machen. Unter Führung einer kundigen Stadtführerin machte sich die Kolpinggruppe am zweiten Tag zu Fuß auf den Weg, um vom Piazzo del Popolo aus, die italienische Metropole zu erkunden. Über den Monte Pincio, ging es vorbei an der Villa Borghese zur Spanischen Treppe. Hier bot sich ein phantastischer Anblick mit einer Fülle von Azaleen.
Im Trubel um den Trevi-Brunnen hat sich dann mancher Grafenwöhrer jeglichen Alters das Wiederkommen nach Rom durch den Wurf einer Münze in das Wasser gesichert. Das nächste Ziel war das Pantheon. Eine große Menschenschlange vor dem historischen Gebäude hielt etliche Teilnehmer der Reisegruppe nicht davon ab, das einst als Tempel der Planetengötter erbaute Bauwerk Roms von innen zu erkunden. Es ist das älteste erhaltene Bauwerk der Stadt. Ins Auge fällt dabei die neun Meter breite Öffnung im Zentrum der Kuppel.
Wunderschöner Blick über Rom
Beeindruckend und sicherlich auch der schönste Platz in Rom ist der Piazza Navona mit seinen drei Brunnen. Diese Ansicht wurde auch von der Grafenwöhrer Touristengruppe geteilt. Über den Campo dei Fiori mit seinen Markständen ging es weiter über die Tiberinsel in den Stadtteil Trastevere. Hier war die Leichtigkeit von Bella Idalia deutlich zu spüren. In Trastevere stand die Besichtigung der ältesten Marienkirche der Ewigen Stadt, die Santa Maria, auf dem Tagesplan. In Erinnerung bleiben hier die wunderbaren Apsismosaiken.
Über die Via Garibaldi vorbei am Leuchtturm fand die zwölf Kilometer lange Tagestour am Gianicolo-Hügel mit einem wunderbaren Rundblick über Rom seinen Abschluss. In bester Stimmung und keineswegs müde saßen am Abend die Teilnehmer noch bei einem Glas Wein beisammen.Bei der Generalaudienz am Mittwoch konnten die Mitglieder der Kolpingsfamilie aus Grafenwöhr die Kraft spüren, die vom Zentrum des übernationalen Katholizismus, dem Petersplatz, ausgeht. Gläubige aus der ganzen Welt waren hier anzutreffen und zeigten die Vielfalt der katholischen Kirche auf. Leider war Papst Franziskus nur aus der Ferne zu sehen.
Petersdom beeindruckt
In Erinnerung bleibt den Pilgern aus Grafenwöhr aber der prächtige Petersdom ebenso wie der nachfolgende Rundgang durch die Engelsburg und die Engelsbrücke. Mit einem Aufenthalt in der Kirche St. Paul vor den Mauern mit den Porträts aller Päpste fand das umfangreiche Besichtigungsprogramm dieses Tages seinen Abschluss. Am Abend im Hotel zeigten die jugendlichen Damen der Reisegruppe italienische Sommermode in einer selbst inszenierten Modenschau.
Die Reisenden bewunderte auch die verschiedenen Baustile im Innern von San Clemente und den „Moses“ von Michelangelo in der Kirche San Pietro in Vincoli. Nach dem Besuch der beiden kirchlichen Bauwerke erfolgte eine Zeitreise in die Römerzeit.
Imposant zeigte sich das antike Rom mit dem Kolosseum, den wirkungsmächtigen Bauten des Forum Romanum und das Capitol. Bei bestem Wetter ging die Fahrt weiter zum Sommersitz des Papstes „Castel Gandolfo“ mit einem herrlichen Blick auf den Albaner See. Beim italienische Abend in Frascati genoss die Gruppe die Vorzüge der italienischen Küche bei musikalischer Begleitung durch einheimische Musiker.
Berühmtester Blick auf den Dom
Eine Besichtigungstour führte am nächsten Tag auf den mondänen Monte Aventino, einem begehrten Stadtviertel der italienischen Hauptstadt. Nach einem Rundgang in der Kirche Santa Sabina mit seinem imposanten Holztor, schloss sich ein Aufenthalt am Eingangsportal der Villa des Großmeisters des Malteserordens an. Beim Blick durch das Schlüsselloch konnte man hier die berühmteste Aussicht auf den Petersdom genießen.
Prachtvoll gestaltete sich die Kirche San Maria in Cosmedin. Nach einem kurzen Zwischenstopp beim Circo Massimo, dem antiken Synonym für Brot und Spiele ging die Busfahrt auf der Via Appia Antica nach San Sebastiano, um hier ins Reich der Toten, den Katakomben unter der Basilika San Sebastiano hinabzusteigen. Die Kirche selbst ist dem Hl. Sebastian, der ja auch der Ortsheilige von Grafenwöhr ist, geweiht.
Gottesdienst zum Abschluss
Eine gemeinsame Messe, zelebriert von Kaplan Thomas Meier aus Eggenfelden und unter musikalischer Begleitung von Andreas Greiner, bildete den religiösen Abschluss der Fahrt. In der toskanischen Stadt Sarteano wurde noch ein kulinarischer Aufenthalt eingelegt bevor die Heimreise angetreten wurde.

