Weiden. Weidens Oberbürgermeister Kurt Seggewiß empfing in seinem Amtszimmer die scheidende Kreisbäuerin Christa Kick aus Irchenrieth und die neue Kreisbäuerin Josefine Kick aus Kleinschwand bei Tännesberg, die vom Geschäftsführer des Bayerischen Bauernverbandes (BBV) Hans Winter, begleitet wurden. Nach einem Vierteljahrhundert intensiver Arbeit für und mit den Landbäuerinnen, in welchem sich Christa Kick für die Belange und Rechte der Bäuerinnen einsetzte, übergibt die 60-Jährige jetzt ihr Amt an Josefine Kick.

Von Jürgen Wilke

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Beide sind trotz Namensgleichheit weder verwandt noch verschwägert. „Es waren schöne aber auch arbeitsintensive 25 Jahre, nach dem Motto in guter Zusammenarbeit mit Stadt und Land“, so Christa Kick. „Ich werde oft gefragt, warum ich aufhöre“, sagte sie und antwortet: „Weil es jetzt am schönsten ist und weil ich Platz für neue Ideen machen will.“ Ihre Laufbahn als Kreisbäuerin begann für sie total überraschend: „Ich war erst vier Wochen Ortsbäuerin. Niemand fand sich als Nachfolgerin. Alle sagten mir, dass sie hinter mir stehen werden, auch der BVB. Also habe ich es gemacht. Es war eine Entscheidung, die ich bis heute nicht bereut habe, denn alle standen hinter mir“, so Christa Kick. Die Arbeit als Kreisbäuerin beinhaltet eine starke über Jahrzehnte gewachsene Vernetzung mit den verschiedensten Organisationen und hier besonders mit den Schulen. Gerade die Jugend und die Belange der Frauen stehen hier im Vordergrund. Mit den Ortsbäuerinnen gehen die Kreisbäuerinnen in Schulen und Kindergärten, informieren über die Arbeit der Landwirte und laden Kinder und Jugendliche auch auf Bauernhöfe ein. Dabei soll auch verdeutlicht werden, was Bäuerinnen bei ihrer vielseitigen, aber auch anstrengenden Arbeit alles leisten.

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Die im Jahr 1964 geborene Josefine Kick aus Kleinschwand bei Tännesberg war 20 Jahre lang Ortsbäuerin, bevor sie jetzt das Amt als Kreisbäuerin antritt. Bis zum Jahr 2000 betrieb sie mit ihrem Mann einen Milchbetrieb. Nachdem sie diesen auflösten, schafften sie sich Rotes Höhenvieh an. Es ist eine robuste, rote Hausrindrasse, die nur knapp dem Aussterben entgangen ist. „Ich liebe es, meine Tiere auf der Wiese zu sehen“, sagt Josefine Kick. Nach ihren Plänen für ihre Arbeit als Kreisbäuerin gefragt, sagt sie: „Ich muss mich erst einarbeiten. Erst dann, kommen die Überlegungen, was ich ändern möchte. Ein paar Ideen gibt es schon.“

Kurzer Anruf statt lange Briefe

Hans Winter dankte den Kreisbäuerinnen: „Die Zusammenarbeit mit Ihnen war immer gut, wir haben stets die gleichen Ziele verfolgt. Ich weiß, dass es so bleiben wird. Wir wissen, was Landwirtschaft für uns und unsere Region bedeutet.“ OB Kurt Seggewiß wünschte der scheidenden Kreisbäuerin alles Gute für ihre Zukunft und der „Neuen“ einen erfolgreichen Start und weiterhin eine gute und harmonische Zusammenarbeit. Damit dieses gute Miteinander klappt, gibt Seggewiß bei eventuellen Anliegen den guten Rat, keine langen Briefe zu schreiben, sondern stattdessen den kurzen Weg, einen Anruf zu tätigen. „Unsere Region braucht Botschafterinnen für die Landwirtschaft, so wie unsere Kreisbäuerinnen“, so der OB abschließend.