Weihnachten steht vor der Tür und bringt die Zeit des Schenkens mit sich. Besonders im Blickpunkt stehen diejenigen, denen es nicht so gut geht – vor allem Kinder. In diesem Licht steht die Aktion „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks, die sich der Unterstützung notleidender Kinder verschrieben hat. Ein bemerkenswertes Projekt aus Schönsee zeigt, wie Initiative und Gemeinschaftssinn Großes bewirken können.
Schönseer Spitzenkunst unterstützt „Sternstunden“
In Schönsee kam die Idee auf, die „Sternstunden“-Aktion mit einer besonderen Geste zu unterstützen. Michaela Gleixner und Monika Gebhard, beides leidenschaftliche Klöpplerinnen, initiierten ein Projekt, bei dem geklöppelte Sterne für den guten Zweck verkauft werden sollten. Sandra Klein, die städtische Klöppelorganisatorin, koordinierte die Aktion und sorgte dafür, dass die Sterne schließlich ihren Weg zum Nürnberger Christkindlmarkt fanden.
Sterne von Klöpplerinnen aus ganz Europa
Die Resonanz auf den Aufruf übertraf alle Erwartungen. Klöpplerinnen aus ganz Deutschland sowie aus Österreich, der Slowakei, Tschechien, Italien, den Niederlanden, Dänemark und Frankreich beteiligten sich. Insgesamt wurden 964 Sterne eingesandt, die eine beeindruckende Vielfalt aufwiesen. Von der traditionellen Spitze bis hin zu modern interpretierten Sternen mit Glitzer, Perlen und sogar dreidimensionalen Spitzen reichte die Palette der Kunstwerke.
Verkauf am Nürnberger Christkindlmarkt
Am 4. Dezember brachte eine Delegation aus Schönsee, darunter der zweite Bürgermeister Andreas Hopfner, Klöppelkoryphäe Brigitte Gritsch und Jutta Grosser von der Verwaltung, die Werke nach Nürnberg. Beate Merz, Vertreterin der „Sternstunden“, war überwältigt von der Spende. Die Sterne werden nun gegen eine Spende verkauft, wobei kein Stern unter zehn Euro abgegeben wird, um die tausenden Arbeitsstunden, die in den Werken stecken, zu würdigen.

