Grafenwöhr. 30 Klassenkameraden des Jahrgang 1953 und 1954 treffen sich an der Grund- und Mittelschule und gedenken alter Zeiten. Ein Gast reist sogar extra aus Texas an.
Von Stefan Neidl
Ein Wiedersehen an der alten Schule erleben die Jahrgänge 1953 und 1954. Das Organisationsteam um Christine Mößbauer, Christine Zinn, Christine Waletzko, Gerd Beitz, Max Weichs und Brigitte Meiller begrüßt seine ehemaligen Klassenkameraden bereits um 10 Uhr morgens zu einem deftigen Frühstück in der Zoiglstube „Zum Adler“. Die weiteste Anreise hat Herlinde Clark: Sie ist extra für das Klassentreffens aus Lufkin in Texas eingeflogen.
Zurück zu den Wurzeln
Die 30 Absolventen besuchen die komplett sanierte und umgebaute Grund- und Mittelschule – ihre ehemalige Ausbildungsstätte. In einem Klassenzimmer übernimmt Gerd Beitz das Wort und unterstreicht den Kontrast zwischen der Vergangenheit und Gegenwart. Mit 65 Jahren seien die meisten wohl schon im Ruhestand, „Es mag seltsam sein, noch einmal den Ort zu begutachten, der der Lebensmittelpunkt war, bevor der Ernst des Lebens begann“, sagt Beitz. Doch er betont: „Man ist so jung, wie man sich fühlt.“
Er fordert seine Kollegen auf, sich heute besonders gut zu fühlen und die Zeit zu nutzen, um Erinnerungen aufzufrischen und neue Geschichten zu beginnen. Konrektorin Ruth Seitz führt die ehemaligen Schüler herum und zeigt ihnen die Neuerungen in der Schule, die den alten Bedingungen technisch weit überlegen sind.
Dank Erinnerungen jung fühlen
Bei aller Wiedersehensfreude muss auch Zeit für die Andacht sein: 24 ehemalige Klassenkameraden sind mittlerweile verstorben. Zwölf von ihnen sind auf dem Friedhof Grafenwöhr bestattet. Die Klassenkameraden gedenken der Toten und legen ihnen Blumen nieder.
Zum fröhlichen Ausklang trifft sich die Gruppe im „Hotel zur Post“, wo sie selbst gebackenen Kuchen und Kaffee genießen. Beim gemeinsamen Abendessen geht Beitz‘ Wunsch in Erfüllung: Dort gibt es genug Gelegenheiten der alten Zeiten zu gedenken. In seinen Worten: „Fühlen wir uns alle sehr gut und somit auch alle sehr jung.“

