Weiden. Start frei für die Veranstaltungsreihe „Kinder im Museum“. So macht Kunst uns Kultur Spaß!
Von Jürgen Wilke
Das Internationale Keramikmuseum Weiden bietet seit nunmehr 22 Jahren in konstruktiver Zusammenarbeit mit der „Jugendkunstschule Kulturwerksatt Kalmreuth/Kunstbau Weiden“ von Projektleiterin Irene Fritz ein museumspädagogisches Programm für Kinder und Jugendliche. Seit 1997 sorgt das Kooperationsprojekt für einen kreativen Umgang mit Kunst und Kultur. Museumsleiterin Stefanie Dietz und Kunstpädagogin Irene Fritz stellten das erweiterte Programm für das Sommersemester 2019 vor.
Kulturpaten sichern Aktionen
Irene Fritz und Stefanie Dietz begrüßten eine Neue im Kreis der Kulturpaten: Jessica Fechner von den Vereinigten Sparkassen. Die Kulturpatenschaften mit der Sparkasse Oberpfalz Nord, vertreten durch Anita Kiener, und der Volksbank Raiffeisenbank Nordoberpfalz eG, vertreten durch Stephanie Forster, werden fortgesetzt. „Die kostenaufwendigen Aktionen für die Kinder im Museum gelingen nur mit Unterstützung durch Kulturpaten. Weitere Paten und Sponsoren sind willkommen“, erklärten Irene Fritz und Stefanie Dietz.
Bei den Kids und ihren Eltern kam die Aktion „Kinder führen Kinder“ besonders gut an. Deshalb nimmt sie auch heuer wieder einen großen Stellenwert ein. Kinder bringen ihren Altersgenossen dabei die Kultur vergangener Jahrtausende nahe. Die erste Kinderführung am 4. Mai steht unter dem Motto „Schmucke Kästchen“. Sie befasst sich passend zur Sonderausstellung „Schmuck und Hülle – eine Beziehung“ mit Schutzhüllen für Keilschrifttäfelchen. Die Ausstellung ist vom 7. April bis 26. Mai im Keramik-Museum zu sehen. Die Teilnehmer fertigen in der Museumswerkstatt außerdem selbst kleine Schmuckkästchen aus Ton an. Weitere Kinderführungen sind am 8. Juni 6. Juli und 10. August.
Lernen fürs Leben
Jugendliche Museumsführer bis zum Alter von 18 Jahren, die diesen netten „Nebenberuf“ ergreifen wollen, sind bei Irene Fritz gerne willkommen. „Man lernt dabei das Selbstbewusstsein zu entwickeln, mit Museumsobjekten in der Gruppe zu arbeiten, Begeisterung zu zeigen und vieles mehr“, betont Fritz. Die Ausbildung eröffne Perspektiven für Berufswahl und Zukunft.
Eine wertvolle Hilfe für das weitere Leben ist der „Kompetenznachweis Kultur“. Beim aktuellen Projekt mit der Gerhardinger-Grundschule ist das Netzwerk Stadtkultur ein wichtiger Partner. Das Kulturforum bayerischer Städte und Gemeinden, dem auch die Stadt Weiden angehört, unterstützte bereits das vom Bundesverband der Jugendkunstschulen ausgezeichnete Projekt „Hörbar“. Es fördert aktuell unter der Reihe „Ich mach dich gesund“ Workshops mit der dritten Klasse der benachbarten Gerhardinger-Grundschule.
Heldenmythen bis Kreativarbeit
Unter dem Motto „Von Lebensrettern und Schutzengeln“ beschäftigen sich die Jungen und Mädchen der Ganztagsklasse ab Mai im Museum mit dem Mythos des Helden. Aber auch außerhalb dieser Kooperation bietet die Jugendkunstschule in Zusammenarbeit mit dem Keramik-Museum ein vielseitiges Programm für Schulklassen an. Titel wie „Helden auf Vasen“, „Zeitreise im Museum“ oder die „Keilschriftwerkstatt“ versprechen abwechslungsreiche Stunden im Museumsatelier.
Kreative Erfahrungen in der Werkstatt und kulturgeschichtliche Begegnungen stehen damit schon Sechsjährigen offen. In den beliebten Workshops entstehen alte Kulturgegenstände und auch Mumienfiguren aus Ton.

