Die Ortschaft Kalmreuth, Teil des Flosser Amtes, steht nicht nur für eine beeindruckende 1.076-jährige Geschichte, sondern auch für das moderne und gemeinschaftliche Leben ihrer Bewohner. Besonders in den Fokus rückt dabei der gemeinschaftliche Zusammenhalt, der durch innovative Projekte wie den neuen Gemeinschaftsbau „Treff im Dorf“ weiter gefestigt wird.
Eine Gemeinschaft, die zusammenwächst
Kalmreuth, durch die freiwillige Eingliederung in den Markt Floß seit 1972 zu einem seiner 34 Ortsteile geworden, beweist fortlaufend, wie eine aktive Dorfgemeinschaft die Zeichen der Zeit nicht nur erkennt, sondern auch proaktiv für die Förderung ihres Zusammenhalts nutzt. Eine Schlüsselrolle kommt dabei den Ortssprechern zu, unter denen Norbert Schönberger heute hervorsticht. Sie vermitteln, wie entscheidend das Engagement jedes Einzelnen für die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls ist.
Der Bau des Gemeinschaftshauses, das bis Mai 2025 bezugsfertig sein soll, ist dafür ein aktuelles Beispiel. Es soll nicht nur als Treffpunkt dienen, sondern auch den generationenübergreifenden Austausch fördern. Ausgestattet mit einem Saal für bis zu 80 Personen, einer flexibel nutzbaren Küche sowie entsprechenden Sanitäreinrichtungen, verspricht es, zu einem neuen Herzstück des gemeinschaftlichen Lebens in Kalmreuth zu werden.
Geschichtliche Wurzeln
Die Historie von Kalmreuth, das in alten Aufzeichnungen auch als Cholbenreut, Kalbenreut oder Kolbenried bekannt war, ist reich und vielfältig. Sie reicht bis ins 13. Jahrhundert zurück. Besondere Erwähnung findet dabei Heinrich Stuergans, der als Besitzer dreier Höfe in Kalmreuth genannt wird. Über die Jahrhunderte hinweg durchlebte das Dorf viele Veränderungen, behielt aber stets seinen Charakter als eng verbundene Gemeinschaft.
Leben in Kalmreuth heute
Die enge Verbundenheit und das aktive Gemeinschaftsleben in Kalmreuth zeigen sich in vielen Facetten des dörflichen Lebens. Von der Jugend bis zu den Älteren, von der Brauchtumspflege bis hin zur Teilnahme an Festen – in Kalmreuth lebt man Tradition und Moderne gleichermaßen. Besondere Ereignisse wie die Aufstellung des Maibaums oder die gemeinsamen Weihnachtszusammenkünfte stärken das „Wir-Gefühl“ und machen Kalmreuth zu einem lebendigen und liebenswerten Ort.
Der fortschrittliche Geist Kalmreuths spiegelt sich auch in der aktiven Teilnahme an der „kleinen Dorferneuerung“ wider, die seit 2019 läuft und über die Ländliche Entwicklung in Bayern öffentlich gefördert wird. Die Sanierung des Buswartehäuschens und der Beginn des Baus des Gemeinschaftshauses markieren dabei nur den Anfang zu weiteren Schritten der Dorfentwicklung.

