Der Grundgedanke der Selbsthilfe „Du bis nicht allein“ war die Motivation der Kabarettisten Kurt Krömer, Maxi Gstettenbauer und Torsten Sträter, ihre eigene Geschichte aufzuschreiben und so das Thema Depression in der Gesellschaft salonfähig zu machen. Am Donnerstagabend lasen Veit Wagner, Claus Reber und Brigitte Lindner in den Räumen des Kunstvereins Weiden Auszüge aus ihren Büchern. Eingeladen hatte die Selbsthilfe Kontaktstelle Nordoberpfalz von der Diakonie, die sich Lebensfreude und Mut auf die Fahnen geschrieben hat.
Von der Krankenkasse gefördert
Lindner, die zusammen mit Jürgen Huhn die Kontaktstelle leitet, sprach von einer „schönen und sehr erfüllende Arbeit.“ Die Selbsthilfe werde von den Krankenkassen gefördert. „Die haben erkannt, dass es sich hierbei um eine ganz wichtige Komponente im Gesundheitssystem handelt.“ Ein Schwerpunkt sei das Thema Einsamkeit. Einsamkeit an sich, so Lindner, sei keine Krankheit, könne aber krank machen. „Wir ermöglichen Leuten, Kontakte zu knüpfen.“
Stigmatisierung seelisch erkrankter Menschen entgegenwirken
Die Autoren wollten mit ihren Büchern der Stigmatisierung seelisch erkrankter Menschen entgegenwirken und hatten das Thema natürlich auf kabarettistische Art und Weise bearbeitet. Aber nicht nur: Die Geschichten durften durchaus wahr genommen werden, weil sie von den Protagonisten selbst erlebt und durchlitten wurden.
Fazit: Betroffene bräuchten Verständnis und Akzeptanz, damit sie sich angstfrei in ihrer Umgebung, in ihrer Firma, in ihrem Verein bewegen könnten. Einleitende Worte sprach Carolin Schiml. Uwe Maas umrahmte die Lesung mit seiner Gitarre.

