Die KAB hat schon immer ihre Meinung geäußert. „Sie setzt sich ein, für den Erhalt des Sonntags“, hieß es einmal mehr am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung von Weiden-Ost im Kindergarten St. Maria. Er sei ein freier Tag für die Gesellschaft, sagte Vorsitzende Christa Burzer und betonte, dass das Leben mehr sei als Arbeit, Einkauf und Besitz.
Nachmittagstreff geplant
Der Sonntag verdiene einen besonderen Schutz gegenüber wirtschaftlichen Interessen. Gleichzeitig machte sie sich für Nachhaltigkeit stark. „Nicht nur für die Umwelt, auch für die eigenen Reserven.“ Die KAB engagiere sich für fairen Handel, faire Preise und faire Arbeitsbedingungen. Auf Diözesanebene mache sich die KAB vor allem für Uganda stark. „Unsere Hilfen sind immer Hilfen zur Selbsthilfe.“
In ihrem Rechenschaftsbericht erwähnte Burzer einen Sitztanz, Gebete, das Johannisfeuer, dessen Erlös den Klinikclowns gespendet wurde, die Weidener Sozialtage und eine Brauereibesichtigung bei Gambrinus. Ferner Vorträge. Präsens Hans Klier sprach das Gebet. Angedacht wurde ein Nachmittagstreff nach dem Vorbild des KAB-Ortsvereins St. Johannes, der gerne auch „Sitzweil“ heißen dürfe. Für 60 Jahre Mitgliedschaft wurde Martha Bäuml geehrt.
Drastische Einschnitte in der Notfallversorgung
Kreisvorsitzender Hermann Stadler wies auf die Umstrukturierung in der Krankenhauslandschaft hin. Nicht nur die Kliniken Nordoberpfalz planten drastische Einschnitte ihrer Klinikstandorte Kemnath und Tirschenreuth. Insbesondere stehe die durchgehende stationäre Notfallversorgung zur Disposition. Im Falle einer Umsetzung seien 44000 Einwohner im Raum Tirschenreuth und Kemnath während der Nacht und an Wochenenden von einer stationären Notfallbehandlung binnen 30 Fahrzeitminuten abgeschnitten.

