Auseinandersetzung mit Sterben und Tod im Unterricht

In der vergangenen Woche setzten sich alle zehnten Klassen im Rahmen des Religions- und Ethikunterrichts intensiv mit dem ernsten und zugleich sehr menschlichen Thema „Hospiz – Begleitung beim Sterben“ auseinander. Ziel der Unterrichtseinheit war es, Berührungsängste abzubauen und einen offenen, respektvollen Umgang mit den Themen Krankheit, Sterben und Tod zu fördern.

Ehrenamtliche geben Einblick in die Hospizbegleitung

Dazu kamen Frau Elke Burger und Frau Ute Böhm vom ambulanten Palliativ- und Hospizdienst der Caritas Tirschenreuth zur Vorstellung ihres ehrenamtlichen Dienstes in die Schule. Mit großer Einfühlsamkeit berichteten sie von ihrer täglichen Arbeit und gewährten den Schülerinnen und Schülern einen authentischen Einblick in die Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen. Anhand konkreter Beispiele aus ihrem Alltag wurde deutlich, wie wichtig Mitmenschlichkeit, Geduld und Empathie in diesem sensiblen Bereich sind.

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Vertrauen und individuelle Wünsche im Mittelpunkt

Wichtig ist bei der Hospizarbeit, Vertrauen zu den Sterbenden und ihren Angehörigen aufzubauen. Die wichtigsten Aufgaben der Hospizhelferinnen und -helfer sind Dasein, Zuhören und vor allem, sich nach den Wünschen der Sterbenden zu richten. Die Kranken sollen möglichst frei von Schmerzen und Ängsten ihre letzte Zeit dort verbringen, wo sie es selbst wollen. Auch wurde den jungen Menschen der Unterschied zwischen einer medizinischen Palliativversorgung und der ehrenamtlichen Hospizbegleitung verdeutlicht.

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Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung frühzeitig regeln

Die beiden Referentinnen betonten zudem, weshalb eine Vorsorgevollmacht oder eine Patientenverfügung rechtzeitig ausgefüllt werden sollte. Selbst junge Menschen könnten unerwartet in Situationen geraten, in denen andere für sie entscheiden müssten. Entsprechende Vordrucke hatten sie für jede Schülerin und jeden Schüler dabei und erklärten anschaulich, worauf beim Ausfüllen zu achten ist. Auch für die vielen Fragen der Jugendlichen blieb ausreichend Zeit. Dabei zeigte sich, wie interessiert und nachdenklich sich die Klassen mit dem Thema auseinandersetzten.

Die Veranstaltung hinterließ bei vielen einen nachhaltigen Eindruck und machte deutlich, wie wichtig es ist, sich schon in jungen Jahren mit existenziellen Fragen des Lebens auseinanderzusetzen.