Der Krieg von Wladimir Putin gegen die Ukraine rückt auch in Weiden die Mitbürgerinnen und Mitbürger aus dem Gebiet der ehemaligen Sowjetunion ungewollt ins Zentrum der Öffentlichkeit. Zu befürchten ist, dass Anfeindungen und Fanatismus auch in Weiden auftreten. In anderen Städten ist das bereits geschehen. „Der Hass und Fanatismus des Krieges darf nicht in Weiden ankommen“, so der Fraktionsvorsitzende Roland Richter.
Nicht alleine in dieser schweren Zeit
Um es gar nicht so weit kommen zu lassen, besuchte die SPD-Stadtratsfraktion die Vorstandschaft des Vereins Neue Zeiten e.V. Es ging bei dem gemeinsamen Gespräch im Café Mitte darum, über die aktuelle Situation, vorhandene Ängste und Hilfsmöglichkeiten zu sprechen. Außerdem wollten sie den Vereinsmitgliedern zeigen, dass sie in dieser sehr schweren Zeit nicht alleine sind oder im Abseits stehen.
Keine Haftung oder Anfeindung
„Wir haben seit vielen Jahren ein gutes Verhältnis zum Verein. Die Integration russischsprachiger Mitbürgerinnen und Mitbürger ist durch die kontinuierliche Arbeit des Vereins erkennbar besser geworden“, betonte Richter. Man will mit dem Besuch des Vereins auch zum Ausdruck bringen, dass russischsprachige Mitbürgerinnen und Mitbürger in Weiden nicht für die Gräueltaten der russischen Regierung haften oder dafür angefeindet werden.
Gefährdung der Integrationsarbeit
Der Ukraine-Krieg droht, die langjährige Integrationsarbeit kaputt zu machen. Dies muss unbedingt verhindert werden. Darin waren sich die Vereinsvertreter und die Fraktion schnell einig. Vertreter der Fraktion bedankten sich zudem für die rasche und engagierte Hilfe, die der Verein für die Kriegsopfer organisiert, sowie für die eindeutige Stellungnahme.

