Bürgermeister Sebastian Hartl sagte bei der Jahresversammlung weiterhin die Unterstützung der Gemeinde für die gemeindlichen Feuerwehren zu. Die Großbrände im vergangenen Jahr in der Marktgemeinde hätten die Wehren an die Belastungsgrenze gebracht. Doch diese haben auch unter Corona ihren Auftrag erfüllt.
Gut besucht
Die Versammlung zur Kommandantenwahl war gut besucht. Hochrangig war die Liste der Ehrengäste: Gekommen waren neben dem Bürgermeister auch Kreisbrandinspektor (KBI) Marco Saller, Kreisbrandmeisterin (KBM) Claudia Adam, dritter Bürgermeister Johann Kick und Marktrat Hans Meißner. Auch Vertreter der Nachbarwehren machten ihre Aufwartung. „Mit der heutigen Wahl kommen wir wieder in ruhigeres Fahrwasser“, freute sich Hartl.
Eine Lanze brach das Gemeindeoberhaupt für die kleineren Wehren, denn auch sie hätten ihren Platz in der Feuerwehrfamilie. Bei den Großbränden sei die Neudorfer Wehr unverzichtbar gewesen. Auch Corona und die Einschränkungen hätten die Feuerwehren nicht ausbremsen können, sagte Hartl. „Auch wenn die Aus- und Fortbildung darunter gelitten haben.“
Neuer Stellvertreter
Es seien alle Einsätze ohne Einschränkungen gefahren worden. Der Bürgermeister dankte allen bisherigen Kommandanten, Michael Klaschka und dem zurückgetretenen Andreas Lorenz. Den Wahlvorgang leitete Bürgermeister Hartl, unterstützt von Marco Saller und Claudia Adam.
Im ersten Wahlgang erhielt Klaschka 25 von 26 Stimmen, als neuer stellvertretender Kommandant wurde Simon Reisnecker vorgeschlagen und einstimmig gewählt. Hartl dankte den beiden für die Bereitschaft, ein Amt zu übernehmen. Um ihnen die Arbeit zu erleichtern, sagte das Gemeindeoberhaupt der Neudorfer Wehr auch weiterhin die Unterstützung zu.
Übungen haben gefehlt
Die neue Tragkraftspritze ist bereits im Einsatz, in diesem Jahr wird noch eine neue Sirene die bisherige ersetzen. KBI Marco Saller gratulierte den Gewählten und betonte, dass die Feuerwehren von der Allgemeinheit meist nicht bemerkt zahlreiche Termine zu absolvieren hätten. Die Zahl der Aktiven im Landkreis bleibe stabil. Derzeit seien 4.698 Kameraden/innen im aktiven Dienst.
Nach den Corona-Lockerungen werde man wieder verstärkt in die Aus- und Fortbildung einsteigen. Bei den jüngsten Großeinätzen habe man laut Saller schon gemerkt, dass die regelmäßigen Übungen fehlten. Manche Handgriffe schienen verloren gegangen.
Der alte und neue Kommandant Michael Klaschka dankte für den guten Besuch, für die Unterstützung und übergab an Simon Reisnecker schon mal das neue Ärmelabzeichen.

