Weiden/Tirschenreuth/Vohenstrauß. Besonders in den kalten Wintermonaten ist man anfällig für Krankheiten. Deshalb haben wir im Gespräch mit verschiedenen Apothekern der Nordoberpfalz herausgefunden, wie man sich am besten vor Krankheiten schützt und was wirklich hilft, wenn es doch zu einer Erkrankung kommt.

Wer sich viel bewegt, an der frischen Luft aufhält, gute Abwehrkräfte besitzt und eine gesunde Lebensweise pflegt, ist laut Apotheker Helmut Bergmann aus der Apotheke im Vesten Haus in Weiden weniger anfällig für grippale Infekte. Kann das aufgrund fehlender Zeit nicht umgesetzt werden, kann zur Unterstützung auch zu Präparaten gegriffen werden. Zink und Vitamin C sind dabei besonders empfehlenswert. Wichtig ist außerdem, seine Hände regelmäßig zu waschen und zu desinfizieren.

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Bakterien sammeln sich besonders auf Geld, Türklinken und Einkaufswägen,

warnt Apotheker Dr. Dieter Gürster, von der Marien-Apotheke in Tirschenreuth. Apotheker Martin Wolf aus der Rosen Apotheke in Vohenstrauß fügt hinzu, dass genügend Schlaf außerdem wichtig ist, um sein Immunsystem zu stärken.

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Erkältung und Grippe unterscheiden

Sollte es jedoch trotzdem zu einer Erkrankung kommen, ist es wichtig, zu unterscheiden, um welche Art der Krankheit es sich handelt. Ärzte sowie Apotheker stehen den Patienten dabei beratend zur Seite. Ein grippaler Infekt wie beispielsweise eine Erkältung schleicht sich meist langsam an, wohingegen eine Virusgrippe den Patienten plötzlich schlapp und träge fühlen lässt.

Hierbei ist es ratsam, einen Arzt aufzusuchen, da eine Virusgrippe besonders bei herzkranken Patienten oder Lungenpatienten viele Risiken birgt. Da das Immunsystem während der Erkrankung besonders viel Energie braucht, ist es wichtig, diese dem Körper danach wieder zuzufügen.

Altbewährte Hausmittel zur Krankheitsbekämpfung

Hausmittel wie Wickel oder Einreibungen sind zusätzlich zu empfehlen. Helmut Bergmann empfiehlt zudem Rettichsaft mit Zucker. Hierfür verwendet man am besten schwarzen Rettich und Kandiszucker. Dieses Hausmittel ist jedoch nicht für Diabetes Patienten geeignet. Weitere Mittel, die unterstützend verwendet werden können, sind Eibischtee bei Reizhusten. Schleimlösend wirken hingegen Thymian- oder Spitzwegerichtee. Außerdem empfiehlt Helmut Bergmann:

Je nach Symptom kann in der Apotheke auch ein individueller Tee angemischt werden!

Gesunde Ernährung ist wichtig

Dr. Dieter Gürster empfiehlt außerdem das Inhalieren von Kamille oder ätherischen Ölen. Dabei sollte man aber vorsichtig sein. Da der Kopf während der Inhalation erwärmt wird, sollte man direkt im Anschluss nicht nach draußen gehen, warnt Martin Wolf.

Außerdem ist im Winter eine Vitamin C reiche Ernährung besonders wichtig. Zitrusfrüchte, Sanddorn, Sauerkraut sowie verschiedene Kohlsorten haben davon besonders viel zu bieten. Aber auch Zink ist im Winter empfehlenswert. Dies ist beispielsweise in Paranüssen, Haferflocken, Erdnüssen und Linsen enthalten, informiert Martin Wolf.

Von Mischpräparaten rät Helmut Bergmann eher ab. Diese bieten keinen besonders hohen Schutz. Den aktuellen Hype um die zusätzliche Einnahme von Vitamin D im Winter sehen sowohl Dr. Dieter Gürster als auch Martin Wolf kritisch. Bevor das Vitamin unkontrolliert zu sich genommen wird, sollte zuerst beim Arzt überprüft werden, ob tatsächlich Bedarf besteht.

Richtige Hautpflege im Winter

Um auch seine Haut im Winter vor der Kälte zu schützen, empfiehlt Helmut Bergmann die Verwendung von speziellen Cold Creams. Bei starken Minustemperaturen gilt auch bei der Nutzung seiner Tageskosmetik erhöhte Vorsicht. Feuchtigkeitsspendende Cremes mit hohem Wasseranteil führen zu Erfrierungen auf der Haut und sind deshalb bei längeren Aufenthalten an der frischen Luft zu vermeiden. Dr. Dieter Gürster rät stattdessen zu Cremes mit höherem Fettanteil.

Wintersportler sollten außerdem darauf achten, keine wässrigen Sonnenschutzmittel zu verwenden, sondern spezielle Sonnenschutzmittel für den Winter,

erklärt Martin Wolf.