Die Fördermaßnahme „LandKultur Waldthurn“ läuft nach mehr als drei Jahren endgültig aus und schon erhält der Markt Waldthurn eine neue Förderung. Ursprünglich sollte mit dem neuen Antrag die Renovierung des Badeweihergebäudes finanziert werden.

Dafür erhielt der Markt aber mit dem „Gütesiegel Heimatdorf 2021“ bereits 60.000 Euro Preisgeld und die Renovierung ist bereits abgeschlossen.

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Neue Förderung steht schon in den Startlöchern

Aus der verbleibenden Maßnahme erhält der Markt nun insgesamt 79.000 Euro Förderung (80 Prozent der Kosten) für das Anlegen eines NaturKulturWeges, die Ausstattung des Informationsgebäudes und für einen Naturtourismus-Koordinator.

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Rund 60.000 Euro Förderung entfallen auf den Erlebnisweg. Das Ergebnis soll die Attraktivität und die Erlebnisqualität des vorhandenen Tourismus- und Erholungsangebot steigern. Dabei sollen vor allem die regionaltypischen Eigenheiten und das vorhandene Naturpotential in Szene gesetzt werden.

Bereits bei Antragstellung musste bereits ein Konzept für den Weg vorgelegt werden, der aber noch eine Menge Gestaltungsmöglichkeiten enthält. Im Entwurf vorgesehen sind circa 25 Infotafeln, die Schaffung von Ruhe- und Aktivplätzen mit vielen Erlebnisangeboten.

Start und Ziel am Badeweiher

Ausgangspunkt für den etwa 3,5 Kilometer langen Erlebnisweg (siehe Skizze) ist die Freizeitanlage Waldthurn. Ein bestehender Parkplatz steht für die Besucher kostenlos zur Verfügung. Von der geplanten touristischen Info-Stelle (Badeweihergebäude) führt die NaturKultur Route entlang bestehender Hecken zu der kleinen Anlage mit „Totenbrettern“, die durch einige Schautafeln aufgewertet werden soll.

Über den vorhandenen Wirtschaftsweg geht es, begleitet von zahlreichen Bäumen, Sträuchern und Hecken, hinauf auf den Hirmersbühl. Im Rahmen eines Bebauungsplans entsteht dort eine sogenannte Panoramawiese mit einer unvergleichlichen Weit- und Rundumsicht.

Aussichtspunkt in der Panoramawiese

Die Panoramawiese wird im Rahmen der Umsetzung eines rechtskräftigen Bebauungsplanes erstellt und soll nach Fertigstellung zu einem naturnahen Aufenthaltsraum mit Schautafeln, Möblierung und einem Aussichtsturm in Form einer „Motte“ (mittelalterliche Turmhügelburg) gestaltet werden, in Anlehnung an die historische Entstehung des Gemeindenamens Waldthurn aus „Wall“ und „Turm“ und dem Ortswappen. Ein solches Bauwerk hat in der Geschichte des Marktes Waldthurn im frühen Mittelalter in der Nähe des geplanten Platzes schon bestanden.

Aussichtsturm in Form einer „Motte“

Weiter führt der Weg hügelabwärts zur Fahrenbergstraße und dann über die Hofzeilstraße zum neu renovierten Lobkowitzschloss. Über den Marktplatz, vorbei am Gänsbürgerladen (Dorfladen mit Café) und der Metzgerei Bergler, mündet der Weg nach dem Friedhof in einen Hohlweg mit altertümlichen Felsenkellern, in denen Fledermäuse beheimatet sind. Über kurze Siedlungswege wird wieder die Freizeitanlage erreicht. Die gesamte Strecke ist gut begehbar, familienfreundlich und für Kinderwägen geeignet, mit einer Steigung hinauf zum Hirmesbühl.

Felsenkeller mit Fledermäusen liegt auf dem Weg

Entlang der gesamten Strecke ermöglichen zahlreiche naturnahe und geschützte Plätze Gelegenheit, themenbezogene Schautafeln aufzustellen und Verweilplätze ohne Eingriffe in die ökologischen Gegebenheiten einzurichten. Die Schautafeln (100 cm x 70 cm) sollen mit kurzen Texten und zahlreichen Illustrationen informieren.

Interaktive Stationen auch für Kinder

Ergänzt werden soll der Weg durch interaktive Stationen, wie kleinen Klapptafeln als Ratespiele. Direkt am Badesee soll eine kindgerechte Goldwaschstation (Wasserspiel, Matschanlage mit Wasseranschluss) entstehen. Ganz wichtig sind weitere Erlebnisse für Kinder, zum Beispiel Schaukeln, Rutschen, Kletter- und Balanciergeräte. So kann erreicht werden, dass der Weg auch Kindern Spaß macht und öfter begangen wird.

Einladung zur Auftaktveranstaltung

„Natürlich gibt es schon Erlebnis- und Themenwege in den Nachbargemeinden. Der Waldthurner Weg soll sich von diesen Einrichtungen abgrenzen und auch Neues bieten. Deshalb braucht es viele Ideen“, erklärte Bürgermeister Josef Beimler. Er lädt deshalb ein, den Natur- und Kulturerlebnisweg Waldthurn mitzugestalten.

„Wir würden uns sehr freuen, wenn wir bei der Auftaktveranstaltung am 11. November 2022 um 20 Uhr im Sitzungssaal des Rathauses viele interessierte Bürger begrüßen dürfen, die sich mit uns auf eine spannende und neue Ideensammlung begeben. Koordinator Josef Forster wird mit einer ausführlichen PowerPoint-Präsentation auf das Thema einstimmen. Die Teilnahme ist völlig unverbindlich“.