Neustadt/WN. Die Neustädter Frauen Union setzt nicht auf eine Quote, sondern auf Kompetenz und Beliebtheit. Die Erfolge scheinen den CSU-Damen recht zu geben.
„Wir sind in Neustadt unheimlich weit. Wir haben eine lange Tradition von Frauen in der Neustädter Politik. Das müssen wir auch erzählen. Wir stellen unser Licht zu sehr unter den Scheffel“, sagte Bürgermeister Rupert Troppmann bei der Jahreshauptversammlung der Frauen Union im Gasthof Weißes Rössl. Mit Gabriele Fröhlich, Tanja Kippes und Marianne Lebegern stelle die CSU drei Stadträtinnen. Das habe noch keine andere Partei geschafft, betonte Troppmann. „Wir haben Frauen, die alleine aufgrund ihrer Kompetenz und ihrer Beliebtheit gewählt wurden, nicht aufgrund einer Quote. Wir brauchen unsere Frauen. Sie leisten hervorragende Arbeit“, lobte der Bürgermeister.
Voller Terminkalender
FU-Vorsitzende Marianne Lebegern bewies bei ihrem Rechenschaftsbericht einen vollen Terminkalender. Infostände mit Kirwakuchen oder Faschingskrapfen, zahlreiche Sitzungen und zusätzlich eine lange Liste von Terminen des Kreisverbandes, die Lebegern als stellvertretende Kreisvorsitzende wahrnahm, summieren sich auf über 40 Termine. Besonders arbeitsreich sei die Vorbereitung und Gestaltung der CSU-Weihnachtsfeier und der Brotzeitenverkauf beim Weinfest gewesen. „Wir mussten immer wieder nachkaufen. Der Besuch war super“, erinnerte Lebegern. Schatzmeisterin Tanja Winkler wies einen Gewinn in der Kasse aus. „Wir konnten die negative Tendenz vom Geschäftsjahr 2016 umkehren“, sagte Winkler.
Vorstandschaft im Amt bestätigt
Bei den Neuwahlen bestätigten die 16 FU-Damen Lebegern als Vorsitzende. Ihre Stellvertreterinnen bleiben Birgit Trottmann und Petra Troppmann. Die Mitschriften verfasst weiterhin Maria Färber, Schatzmeisterin bleibt Tanja Winkler. Beisitzerinnen sind Lisa Arnold, Ursula Knauer, Angela Meister, Simone Orlowsky, Renate Weiß und Sonja Zapf. Hannelore Bayer und Monika Kappert prüfen die Kasse.
„Wir wollen Hand in Hand zusammenarbeiten mit FU und JU, um 2020 wieder den Bürgermeister oder die Bürgermeisterin zu stellen und die Mehrheit im Stadtrat zu gewinnen“, sagte der neue CSU-Vorsitzende Thomas Spörl. Auch Winkler, die zugleich Vorsitzende der Jungen Union ist, lobte das gute Miteinander. „Ich bin keine Verfechterin der Frauenquote“, sagte stellvertretende FU-Kreisvorsitzende Annett Kamm. Ohne die Quote wäre aber zum Beispiel die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Julia Klöckner gar nicht auf die Idee gekommen, in die Politik zu gehen.
Ehrungen für langjährige Mitgliedschaft
Nicht selbstverständlich sei es, sich über viele Jahre hinweg zu einer Organisation zu bekennen, noch dazu, wenn es sich bei der Organisation um eine Partei handele, sagte FU-Vorsitzende Marianne Lebegern zu den Jubilarinnen, die sie für bis zu 30 Jahre Mitgliedschaft ehrte. Seit zehn Jahren hält Ingrid Schnurrer die Treue. 20 Jahre sind es bei Angela Meister, Sonja Zapf, Renate Siegel, Marianne Lebegern, Luise Ott und Helga Forster. Gerlinde Eger unterzeichnete vor einem Vierteljahrhundert den Aufnahmeantrag. Auf drei Jahrzehnte blicken Angela Leibl, Christine Korsche, Waldtraud Rosner, Hannelore Bayer und Petra Troppmann zurück. „Man darf nicht müde sein, für die gute Sache zu kämpfen. Insbesondere, wenn man die aktuelle Weltpolitik und Bundespolitik anschaut“, lobte stellvertretende FU-Kreisvorsitzende Annett Kamm das Engagement der Geehrten.

