Sie stellt sich den kommenden Herausforderungen, wobei dem verstärkten Aufkommen des Borkenkäfers weiterhin der Kampf angesagt wird. Hier muss man sich auch stellen, sollen nicht jene Verhältnisse aufkommen, wie dies etwa im großen Waldgebiet im nördlichen Oberfranken, im Frankenwald, der Fall ist. Gestärkt wurde die Vereinigung bei der Neuwahl durch einstimmige Vertrauensbeweise. Die neue Zusammensetzung von Vorstand und Ausschuss gibt Garantie, dass im festen Verbund mit Geschäftsführer Michael Bock und Forstbeauftragten, Forstamtsrat Sebastian Höllerer, die kommende Zeit gemeistert werden kann.
Die Gewählten
- Vorsitzende: Willy Meierhöfer (Haupertsreuth), Erwin Vollath (Gösen), Tobias Ott (Wampenhof)
- Kassier: Helmut Bär (Diebersreuth)
- Schriftführer: Reinhard Alberti
- Obmänner: Armin Münchmeyer (Geiermühle), Markus Schieder (Ellenbach), Erwin Stahl (Bergnetsreuth), Sebastian Lindner (Fichtlmühle) und Tobias Prawda (Schlattein).
- Kassenprüfer: Helmut Baumgart (Niedernfloß), Wolfgang Lang (Schlattein)
„Käferhotspot Frankenwald – Was können wir daraus lernen“
Mit Dr. Michael Schmidt, Behördenleiter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth-Münchberg hatte die Vereinigung einen namhaften Referenten, der sich dem Thema: „Käferhotspot Frankenwald – Was können wir daraus lernen“ gewinnen können.
Die einstmals „Grüne Krone Bayerns“ wird seit 2018 massiv vom Borkenkäfer heimgesucht. Ursache war die extreme Trockenheit während der Sommermonate. Mittlerweile sind auf einer Fläche von über 10.000 Hektar die Fichten abgestorben. Die größten Kahlflächen haben eine Ausdehnung von über 150 Hektar. Immense wirtschaftliche und ökologische Schäden sind die Folge. In einer sehr eingehenden Analyse der Ausgangssituation stellte der Referent die Ursache und die Folgen des Käferbefalls vor. Jetzt werden acht Lehren daraus gezogen, die Allgemeingültigkeit haben und auch auf andere Teilen Bayern, wie in der Oberpfalz übertragbar sind. Damit beschäftigte sich Dr. Schmidt in seinem mit großer Aufmerksamkeit von den Waldbesitzern aufgenommenen Referat.
Rückblick auf 2023
Die traditionelle Lichtmessversammlung am Freitag im Gasthaus Plödt in Diepoltsreuth, hatte ihren Schwerpunkt in den Berichterstattungen durch Vorsitzenden Willy Meierhöfer, Geschäftsführer Michael Bock und Rechner Bernhard Irlbacher. Dass es im Frühsommer 2023 einen leichten Borkenkäferbefall gab und die Aufarbeitung durch Harvester und dem Holzfällerteam der Vereinigung schnellstmöglich erfolgte, darüber berichtete Meierhöfer. Die Aufarbeitung von rund 500 bis 800 Raummetern hielt sich in Grenzen. Holzeinschläge und Harvestereinsätze sollten frühzeitig erfolgen, bat Meierhöfer seine Berufskollegen.
Der händische Einschlag könne jetzt von der Vereinigung kräftig unterstützt werden. Beim Tag der Landwirtschaft anlässlich des Heimatfestes im Markt Floß habe sich die Vereinigung vorgestellt, die FBG Neustadt/Süd besichtigt und die Herbstversammlung abgehalten. Der eingesetzte Sägeholzspalter wurden für 358 Stunden ausgeliehen. Das Planierschild war 27 Stunden im Einsatz.
Meierhöfer dankte für alle Mitarbeit und Unterstützung. Das Vereinsleben im abgelaufenen Jahr ließ Schriftführer Reinhard Alberti in seinem Jahresrückblick Revue passieren. Er habe nicht mehr die Absicht, sich nach 32 Jahren weiter zur Verfügung zu stellen. Breit angelegt war der Bericht von Geschäftsführer Michael Bock. Dass der Waldbesitzer Jahr ein Jahr aus mit dem Wetter zu tun habe, sei nichts Neues, doch darauf und auf den Erwärmungstrend müsse man sich immer stärker einstellen.
Bock sprach die Situation beim Schnittholz ebenso wie die des Rundholzes sowie die schwankenden Preise an. Angebot und Nachfrage seien immer noch entscheidend. Schade, dass immer weniger Waldbesitzer einen eigenen Holzeinschlag machen. Hier sollte man flexibler sein und dafür biete die Vereinigung Unterstützung an.
Holzvermarktung
Bei der Holzvermarktung spielt das Käferholz eine besonders negative Rolle. Jeder schneller der Holzeinschlag, umso besser sei es für den Waldbesitzer, zumal die Nachfrage nach Holz aktuell bleibt. Dass die Holzvermarktung über die WBV Neustadt/Süd abgewickelt werde, sei für die Flosser Waldbesitzer kein Nachteil.
Den Bilanz- und Kassenbericht erläuterte Bernhard Irlbacher mit den Zahlen des Umsatzes und der Aufwendungen. Insgesamt gebe es ein positives Jahresergebnis, was auch Kassier Helmut Bär bestätigte. Daher gab es von der Versammlung einstimmige Entlastung für den Rechner und für die Vorstandschaft. Der Haushaltsvoranschlag für das Geschäftsjahr 2023/2024 beläuft sich auf 15.300 Euro in Einnahmen und 13.060 Euro in Ausgaben.

