Ein Abschnitt der Schulstraße in Floß, der entlang des Zentralschulhauses der Grund- und Mittelschule verläuft, ist aufgrund von Sanierungsarbeiten seit Jahren für den Verkehr gesperrt. Die Bauarbeiten konzentrieren sich vorrangig auf den energetischen Bereich. Die Sperrung zwingt selbst die Schulkinder aus der Nähe des Schulhauses, einen weiten Umweg über das Baugebiet „Am hohen Baum“ zu nehmen. Davon betroffen sind auch alle Verkehrsteilnehmer, von Fahrradfahrern bis hin zu Lastkraftwagen und Schulbussen. Bisher haben Anwohner und Verkehrsteilnehmer viel Geduld und Verständnis für die Straßensperrung gezeigt.
Kritik aus der Bevölkerung wächst
Nun werden jedoch aus der Bevölkerung zunehmend kritische Stimmen laut. Es wird eine Teillösung der Verkehrsverhältnisse gefordert. „Nach deren Meinung müsste es jetzt möglich sein, dass die auf der Straße abgestellten Baucontainer, Maschinen und Baumaterial seitwärts am Schulgebäude gelagert werden.“ Dies würde zumindest die Einrichtung einer Einbahnstraße für den Durchgangsverkehr und damit auch für die Fußgänger ermöglichen, was einen sinnvollen Verkehrsfluss erleichtern würde.
Die Verantwortung für die Straße liegt beim Markt als Straßenbaulastträger der Ortsstraße, der auch die Verkehrssicherungspflicht trägt. Er hat die Möglichkeit, die notwendigen Entscheidungen und Anordnungen zu treffen, nach denen sich auch die Baufirmen zu richten haben. Mit dem Ende der Ferienzeit im September wird besonders darauf gehofft, dass die Straße zumindest halbseitig für den Straßenverkehr wieder freigegeben werden kann.
Mögliche Halbseitige Freigabe nach Ferien
„Möglich wäre es nach dem Stand der Bauarbeiten am Schulhaus, dass das für den Straßenverkehr total gesperrte Teilstück der Schulstraße halbseitig freigegeben wird.“ Dies setzt voraus, dass die erforderlichen Anordnungen durch den Markt erfolgen. Eine solche Entscheidung würde nicht nur den Schulkindern zu Gute kommen, sondern den Verkehrsfluss insgesamt verbessern und die Geduld der Anwohner und Verkehrsteilnehmer honorieren.


Sehr geehrte Damen und Herren, der Artikel "Flosser Schulstraße weiterhin eine Baustelle" erfordert aus meiner Sicht einige Richtigstellungen. Zunächst einmal ist anzumerken, dass die Straße nicht "seit Jahren" gesperrt ist, sondern erst seit dem 26.06.2023, also etwas über einem(!) Jahr. Der verwendete Plural stellt eine grobe Übertreibung dar, was aber vermutlich als Stilmittel so beabsichtigt war um den negativen O-Ton des Artikels weiter anzuheizen. Außerdem konzentrieren sich die Sanierungen nicht vorrangig auf den energetischen Bereich. Vielmehr handelt es sich um eine Generalsanierung, bei der das Gebäude von Kern auf erneuert wird und somit fast alle Gewerke des Hochbaus betroffen sind. Doch nun zum eigentlichen Kern dieser Richtigstellung: die Vollsperrung entlang des Gebäudes. Dass die Straßensperrung eine Beeinträchtigung für alle Betroffenen im Schulalltag darstellt, war der Gemeinde von vornherein bewusst. Allerdings könnte man sich doch auch vorher einmal informieren, warum denn genau so entschieden wurde, anstatt mit Halbwahrheiten und verwirrenden Aussagen aufzuwarten. Dem Markt wurden beispielsweise bis heute keine "kritischen Stimmen" in diesem Zusammenhang zugetragen. (Und man kann wahrlich nicht behaupten, die Flosser brächten nur ihren Mund nicht auf...) Jedenfalls ist es aus logistischen Gründen nicht möglich, die Straße teilweise zu öffnen. Die Gerüstarbeiten bei der Wärmedämmung und der Malerei nehmen noch einige Zeit in Anspruch. Sobald diese beendet sind, muss entlang des Sockels aufgegraben werden um neue Drainageleitungen zu verlegen und im Bereich des Pelletlagers neue Einblasöffnungen zu installieren. Eine Öffnung der Straße wäre allenfalls dann denkbar, wenn die Arbeiten im Außenbereich abgeschlossen sind. Doch auch dann ist eine Teilsperrung ungünstig, da auch für die Innengewerke Park-, Logistik- und Lagerflächen bereitgestellt werden müssen. Zu Stoßzeiten vorbeifahrende Busse und Autos, vorbeigehende Schülerinnen und Schüler und dann auch noch anliefernde und arbeitende Baufirmen. Das alles auf einer Straße unterzubringen erscheint unfallfrei wohl kaum möglich. Man könnte fast von einer klassischen Loose-Loose-Situation sprechen. Trotz aller Beeinträchtigung: mittlerweile haben sich (fast) alle an die Umstände gewöhnt. Und außerdem: eine Parallel-Straße weiter zu gehen bzw. fahren, ist das wirklich eine solche Beeinträchtigung? Sofern einige Punkte zu provokant erscheinen, bitte ich dies im Angesicht der ersten impulshaften Aufregung zu entschuldigen. Abschließend möchte ich ausdrücklich darauf hinweisen, dass es sich hier um meine persönlichen Ausführungen handelt und nicht um eine offizielle Stellungnahme der Gemeinde Floß.