Herausragend war der feste und ungebrochene Zusammenhalt und das spürbare Miteinander aller örtlichen Vereine, Verbände, Organisationen, der Geschäftswelt mit der Bevölkerung aus Markt und Land. Das alles wurde an diesen Festtagen deutlich unter Beweis gestellt. Tausende Gäste und Besucher konnten sich davon überzeugen, waren begeistert, feierten mit und ließen sich anstecken von der Feierlaune, die vor allem die feschen und unermüdlichen Festdamen und Festburschen Tag für Tag mit ihren Auftritten unter zeigten.
Als einzige historische Gruppe trat die Flosser Landwehr an den Festtagen auf. Sie gab auch durch Kommandant Franz Schmidt das Startzeichen mit einem kräftigen Ehrensalut für den Festzug. Was man eigentlich vermisste, war das festliche Kleid des Marktes. Von der Freiherr-von-Lichtenstern-Straße bis in Höhe des jüdischen Friedhofes sah man keine einzige Birke, nur vereinzelt mit Fahnen geschmückte Häuser, keinen Schwungkranz in den Straßenzeilen, kein Willkommenstransparent an den Ortseingängen, fast als wäre in Floß nichts los.
Einzug der Fahnenabordnungen
Der Abschluss des Festzuges im Festzelt und in der dicht besetzten Freifläche mit Bänken und Tischen durch Tausende von Gästen und Besuchern zeigte aber, dass diese 1075-Jahrfeier nicht besser hätte ablaufen können. Eine großartige Schlussattraktion war schließlich der Einzug und die Bekanntgabe der Fahnenabordnungen im Festzelt und damit die Vorstellung der teilnehmenden Vereine. Demonstrative Beifallsstürme von der ersten bis zur letzten Fahne und Transparent, so auch bei den beiden kirchlichen Frauenbünden, die das ökumenische Miteinander deutlich machten. Auch der Ortsteil Kalmreuth zeigte sich erstmals mit dem Transparent „Hutzlranger“.
Dass sich unter den zahlreichen Ehrengästen auch die Barone Karl Ludwig Maria Reisner Freiherr von Lichtenstern mit Frau und Sohn Karl Raphael Maria, Regierungsvizepräsident Florian Luderschmied, Bürgermeister a. D. Fred Lehner, der damit sein viertes Heimatfest (seit 1951) erlebte und verantwortlich für die Jahrfeiern 1025 (1976) und 1050 (1998) war, sowie die beiden Ortsgeistlichen, Pfarrer Max Früchtl und Pfarrer Wilfried Römischer, befanden, sollte nicht unerwähnt bleiben.

