Schon am Vormittag wurden im wahrsten Sinne des Wortes die Tische für das große Familienfest gedeckt. Alles war bestens vorbereitet, die Straßenumleitungen funktionierten und jeder Verkehrsteilnehmer hatte für die kleinen Umwege Verständnis.
Ohne Feuerwehr geht gar nichts. Jedenfalls packten die freiwilligen Wehrmänner kräftig mit an und halfen an jeder Stelle, wo es notwendig war. Vor allem die Einteilung der Tische und Sitzbänke im großen Festplatz war wichtig.
15 Stände mit abwechslungsreichem Angebot
Bestens platziert waren die Verkaufsstände der Geschäfte, Gewerbetreibenden, Vereine, Gruppen und Organisationen. Immerhin waren es 15 einzelnen Verkaufsstände, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Konkurrenz ist an diesem Tag ein Fremdwort. Selbst die Mitglieder des Marktgemeinderates stehen neben dem Verwaltungs- und Dienstpersonal, das Bauhofpersonal sowieso, während der Festzeit jedes Jahr Gewehr bei Fuß.
Sie wechseln sich beim Bier- und Getränkeausschank ab, prosten sich zu und finden noch genügend Zeit zum Mitfeiern in der großen Gesellschaft. Nur so lässt sich das Bürgerfest durchführen.
Es hat sich gut eingeführt, dass die historische Flosser Landwehr das große Familienfest mit ihren Salutschüssen eröffnet. Kommandant Franz Schmidt hatte eine starke Truppe mitgebracht, die das Fest nach der Meldung bei Bürgermeister Robert Lindner mit lauten Böllerschüssen eröffnete. Mit knapp zwei Schlägen zapfte Bürgermeister Robert Lindner ein altes Holzfass der früheren Bären-Bräu aus Neustadt an und wünschte ein friedliches Fest.
Turnverein mit Kinder-Tanzgruppen
Mit einer Sondereinlage warteten die beiden Kinder-Tanzgruppen des Turnvereins unter Leitung von Christiane Eck unterhalb der Freitreppe am Festplatz als prächtige Schaubühne auf. Ihre beschwingten und gekonnten Tänze verzauberten die vielen Zuschauer. Gern angenommen wurde die reiche Blumentombola der Siedlergemeinschaft, die zudem noch Fisch- und Lachssemmeln servierten.
Die Zoiglstube „Zum Gogerer“ freute sich über mächtigen Absatz ihrer pikanten Pizzas. Bei den Promillos wurde man mit Pommes und Currywurst bestens bedient. Das Langosch des SPD-Ortsvereins darf nicht fehlen. Erfrischung war an diesem heißen Tag angesagt. Die Abteilung Faustball des Turnvereins sorgte für Kühle und Frische bei ihrem Eisverkauf. Die Flosser Ukraine-Hilfe wartete mit ukrainischen Spezialitäten auf und bot dazu noch selbstgemachte, feine und künstlerische Dekos an.
Wenn es an Kaffee und Kuchen Bedarf gab, dann war der katholische Frauenbund zur Stelle. Feinstes Gebäck fand reißenden Absatz. Am Haus des Platzes stand wieder die Metzgerei Lindner, die mit Grillspezialitäten einen Volltreffer landete. Dass neben dem Hellen der Flosser Brauerei auch ein kühles Pils begehrt ist, weiß der Fanclub des 1. FC-Nürnberg. Der Sportverein bot Wein, Aperol und Gin an.
Beliebt: die Bar des FC Bayern-Fanclubs
Nicht nehmen lassen es sich die beiden Kindergärten „St. Johannes Maria Vianney“ und „Unterm Regenbogen“, die eine sinnvolle Abwechslung mit ihrer Bastelecke boten. Schließlich war der Förderverein SV mit Fußball-Dart vertreten und sorgte für so manche Überraschung. Stammgäste verbuchte wieder einmal der FC Bayern-Fanclub mit seiner bekannten Schnapsbar und den süffigen Cocktails.
Und das alles spielte sich im wahrsten Sinne des Wortes mit der souverän aufspielenden Musik der bayerisch-böhmischen „Bockl-Blech“ aus Waidhaus ab. Die Musiker verstanden es, auf das Publikum einzugehen und sorgten damit für eine zünftige Stimmung, bei der auch ein Tänzchen nicht fehlte.
Der Abend war ab 19 Uhr ausgefüllt mit Funk, Soul & Rock ’n’ Roll, die bis gegen Mitternacht aufspielte. Für die ganz harten Besucher noch viel zu früh, um aufzuhören, doch auch das musste sein. Als Trost: Das 47. Bürgerfest steht heute schon fest. Im Übrigen steht ja die Flosser Kirwa vom 23. bis 26. August auf dem Veranstaltungsprogramm.

