Über eine Web-Meeting-Plattform finden die Übungen der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kemnath derzeit in virtueller Form statt. Wegen der Entwicklungen im Bezug auf das Coronavirus ist der Übungs- und Ausbildungsbetrieb seit mehreren Monaten eingestellt. Lediglich Fahrzeug- und Geräteüberprüfungen und Tätigkeiten, die im direkten Zusammenhang mit der Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft der Wehr zu tun haben, finden praktisch statt.

Das hält die Kameraden nicht ab, sich weiterzubilden: Im März hat Marcel Schraml Leiter des Fachbereichs Gefahrstoff und Fachberater ABC der Feuerwehr Kemnath, zwei virtuelle Übungsabende zum Thema „Gasmesstechnik und Umbau KLF“ geleitet. Dabei ging es um die vom Landkreis Tirschenreuth neu angeschaffte Messausrüstung und wie Einsatzkräfte der Kemnather Feuerwehr diese verwenden.

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Wie wird die Ausrüstung sicher verwendet?

Ein neuer Messkoffer mit Prüfröhrchen von der Firma Gastec ersetzt ab sofort das kreiseigene Chipmesssystem (CMS) der Firma Dräger, das ebenfalls bisher bei der Freiwilligen Feuerwehr der Stadt Kemnath stationiert war. Wie wird die Ausrüstung richtig und sicher verwendet? Das Fazit der Kameraden: Die Verwendung im Hinblick auf die Bedienung unter Vollschutzausrüstung mit Chemiekalienschutzanzügen sei deutlich einfacher als die des Vorgängermodells.

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Für die beiden Mehrgasmessgeräte (Dräger x-am 2500) wurden außerdem eine externe Pumpe angeschafft, die für entsprechende „besondere Einsatzlagen“ Verwendung findet. So können die Einsatzkräfte Messungen in Schächten, Behältnissen, Räumen oder Kanälen durchführen, ohne dass der ausführende und vorgehende Messtrupp sie betreten muss.

Die Zusatzausrüstung mit Verlängerungsschlauch und Schwimmsonde für die Mehrgasmessgeräte wurden – wie der neue Gastec-Messkoffer ab jetzt auch – im Aufbau des Klein- und Sonderlöschfahrzeugs gelagert. Je ein Mehrgasmessgerät ist im Hilfeleistungslöschfahrzeug und dem Kleinlöschfahrzeug gelagert.

Virtuelle Fahrzeugkunde

Bei einer kleinen „virtuellen Fahrzeugkunde“ hat Leiter Marcel Schraml auch die Neuerungen bei der Beladung des Kleinlöschfahrzeuges erklärt. Ebenfalls wurde bei der Gerätekunde die Verwendung der Mehrgasmessgeräten bei den verschiedenen Einsätzen, die Bedienung und dessen Funktionen, sowie der sichere und gerätespezifische Einsatz vertieft.

Nach rund einer halben Stunde war die jeweilige Übungseinheit abgeschlossen, das Wissen der Feuerwehrleute ist damit – zumindest theoretisch – wieder „auf Vordermann“.