Waldsassen. Dr. Annemarie Schraml aus Waldsassen ist Initiatorin des Projektes „Feuerkinder“ und pflegt den Kontakt mit Mitarbeitern im Nkoaranga-Krankenhaus und dem Usa-River-Reha-Center in Tansania. Das Corona-Virus hat auch dort das Leben der Menschen auf den Kopf gestellt. Wie die „Feuerkinder“ die Menschen aktuell unterstützen. 

Von Werner Männer 

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Schulen, Universitäten, Kindertagesstätten und Behinderteneinrichtungen waren auch in Tansania zeitweise geschlossen. Seit Ende Juni haben sie mit entsprechendem Hygienekonzept wieder geöffnet. Wie sorgfältig, sich gerade auch Kinder und Jugendliche um regelmäßige Händedesinfektion und Tragen und Pflege der Mund-Nase-Masken kümmern, beeindruckt Dr. Schraml.

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Die Aktion „Feuerkinder“ unterstützt Schüler in Reha-Center Usa River mit Essenslieferungen wie Gemüse und Obst. Bedürftige Familien bekommen Unterstützung von tansanischen Mitarbeitern, Mona Behninger, deutsche Sozialpädagogin und Leiterin des SETU-Projektes (Special-Education-and Training-Unit) in Usa River und Sophia Moshi, die schon seit 20 Jahren an der Aktion mitarbeitet. Sie versorgen sie mit Lebensmitteln (Reis, Mais, Zucker, Öl, Bohnen), Wasserbehälter, Seife, Decken und mit Mund-Nase-Masken.

Mit Unterstützung von Pastoren haben die Mitglieder mehrmals Lebensmittel und warme Decken und Sweater (in Tansania ist es derzeit sehr kalt) an Bedürftige in den Dörfern um das Nkoaranga-Krankenhaus verteilt. Zwei geistig und körperlich gehinderte Frauen, die auf dem Boden schlafen mussten, wurden mit Betten versorgt.

Operationseinsatz muss warten

Der für Juni/Juli geplante Operationseinsatz der Ärzte aus Deutschland hat nicht stattfinden können. Die Einweihung des neuen OP-Traktes wird deshalb auf Frühjahr 2021 verschoben, wie Dr. Schraml erklärt. Mit finanzieller Unterstützung der „Feuerkinder“ soll das Nkoaranga-Krankenhaus Schutzkleidung, Handschuhe, Mundnasemasken, Medikamente, Sauerstoff-Konzentratoren beschaffen können. Auch werden Stipendien für die Weiterbildung von drei Mitarbeitern (Röntgenassistent, Mitarbeiterin der Apotheke und der Verwaltung) des NLH übernommen, um die Qualifizierung der Mitarbeiter zu verbessern.

Ehemalige Patienten wie Peter (nach Klumpfuß-Operationen) und Joel (nach Löwenangriff) und mehrere in den vergangenen Jahren operierte Kinder aus armen Familien werden dabei unterstützt ihre Ausbildung fortzusetzen.

Erst vor kurzem kam wieder ein dringender Hilferuf von Pastor Temba aus Karatu. Er kam nach Usa River und bat um finanzielle Unterstützung für die plastische Operation eines neunjährigen Jungen. Dieser hatte in seinem Heimatdorf einen Hyänenangriff überlebt, bei dem zwei Kinder getötet wurden. Er hingegen erlitt sehr entstellende Verletzungen im Gesicht mit Verlust der Nase, die nun im KCMC in Moshi plastisch korrigiert werden sollten, aber es fehlt am notwendigen Geld.

Mittlerweile sind Sophia Moshi und Mona Behninger nach Karatu zur Familie des Kindes gefahren, um die finanzielle Unterstützung durch das Projekt „Feuerkinder“ zu überbringen und sich ein Bild der Situation zu machen. Die Familie erhält zunächst für ein Jahr Geld, um der Mutter den Aufbau eines kleinen Geschäfts zu ermöglichen – Verkauf von Eiern und Gemüse.

„Feuerkinder“ erhalten Förderung – Auszeichnung fürs Team

Am 2. Juli erreichte Dr. Schraml die erfreuliche Nachricht der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH, dass das Feuerkinderprojekt im Rahmen der Initiative Klinikpartnerschaften des Entwicklungshilfeministeriums wiederum als förderwürdig bewertet wurde. Sehr erfreulich ist auch, dass die „Klumpfußeinheit“ in Usa River eine Auszeichnung für die Fortsetzung der Behandlung der Klumpfußkinder auch während der Corona-Pandemie erhielt. Für die Unterstützung, auch aus dem fernen Waldsassen, erhält die Ärztin viele Dankesschreiben der Betroffenen aus Afrika.

Dr. Schraml ist sehr dankbar, durch die digitalen Medien mit den Helfern in Tansania fast täglich kommunizieren und konkret helfen zu können. Trotzdem hofft sie weiter auf die Hilfe der Menschen in Deutschland, damit sie noch vielen Notleidenden in Tansania weiter unterstützen kann. Wer diese Aktion finanziell unterstützen will, kann dies tun unter: Projekt Feuerkinder, Evangelische Bank Kassel BIC: GENODEF1EK1, IBAN: DE53 5206 0410 0103 5099 82