FDP-Verteidigungspolitiker Nils Gründer besucht in seiner Funktion als Mitglied des Verteidigungsausschusses die Heimatschutzkompanie in Amberg, um Einblicke in den aktuellen Stand und die Schießausbildung der Einheit zu erhalten. Die Heimatschutzkompanie, die unter der Leitung von Frank Satzinger, Kompanieeinsatzoffizier und ehrenamtlicher Vize-Präsident des Verbandes Deutscher Büchsenmacher und Waffenfachhändler (VDB) steht, engagiert sich in der Schießausbildung auf der lokalen Standortschießanlage. Der Besuch ermöglichte Gründer, der zum zweiten Mal diese Einheit besuchte, direkt mit den Reservisten zu kommunizieren und deren Fragen und Anregungen entgegenzunehmen.
Thematisierung der Herausforderungen der Schießanlagen-Nutzung und der Attraktivität der Reservisten
Wesentlicher Bestandteil des Besuchs war die Thematisierung der Problematik rund um die Nutzung der Standortschießanlagen durch die Reservisten. Satzinger machte darauf aufmerksam, dass „viele Standortschießanlagen der Bundeswehr bereits seit geraumer Zeit für die Nutzung durch die Reservisten Arbeitsgemeinschaft Schießsport gesperrt sind“ – ein Zustand, der nach Ansicht der Beteiligten nicht zur ausgerufenen Zeitenwende passt. Darüber hinaus wurde die Initiative des EU-Mitgliedslandes Litauen positiv hervorgehoben, die ihren Reservisten den Erwerb und Besitz von Waffen erleichtert, um die Landesverteidigung zu stärken. Diese und ähnlich gelagerte Regelungen in anderen europäischen Ländern könnten die Attraktivität der Reservekräfte signifikant erhöhen.
Die Zukunft der Bundeswehr und die Stärkung der Reserve
Gründer unterstrich die Bedeutung einer gut aufgestellten Reserve für die Verteidigungsbereitschaft Deutschlands. Er betonte: „Um verteidigungsbereit zu werden, müssen wir unsere Reserve stärken. Viele Reservistinnen und Reservisten sind bereits engagiert, doch ihr Potenzial wird nicht ausreichend genutzt. Das darf nicht so bleiben. Wir benötigen eine gut aufgestellte Reserve. Daher sollten wir die Zahl der aktiven Dienstposten in der Reserve erhöhen und regelmäßige, praxisorientierte Übungsmöglichkeiten ausbauen.“
Diese Aussagen verdeutlichen die Zielsetzung, den Stellenwert und die Unterstützung der Reservisten in der deutschen Verteidigungspolitik nachhaltig zu stärken und zu fördern. Der Besuch des FDP-Politikers führt die Notwendigkeit vor Augen, bestehende Hindernisse abzubauen und die Rahmenbedingungen für die Reservisten weiter zu verbessern.

