Am Kriegerdenkmal hielten Vertreter der Reservistenkameradschaft Flossenbürg Ehrenwache. Unter den Klängen der Flossenbürger Blaskapell’n bewegte sich vom früheren Feuerwehrhaus in das Marktzentrum ein mit Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine begleiteter Trauerzug zum Ehrenmal am Luitpoldplatz. Nach dem Choral der Bläser hielt Stabsfeldwebel a. D. Hans Eismann wie schon seit 24 Jahren eine sehr eindrucksvolle und nachdenkliche Ansprache.
Friedensordnung ist schwer erschüttert
Der völkerrechtswidrige Angriff Russlands auf die Ukraine habe die europäische Friedensordnung schwer erschüttert. Aber auch der brutale palästinensische Terror im Nahen Osten mache deutlich, dass man aus der Vergangenheit nichts gelernt hat. Deshalb müsse sich der Blick weiten. Der Volkstrauertag rufe zu mehr Frieden in der Welt auf und sei Mahnung zugleich.
Bürgermeister Robert Lindner stellte die Bedeutung des seit mehr als 100 Jahren bestehenden Gedenktages heraus und rief die Erinnerung an Krieg und Gewalt sowie des Gedenkens der Toten in den letzten beiden Weltkriegen wach.
Kränze wurden niedergelegt
Totengedenken, Fürbitten und Vaterunser sprachen Pfarrer Max Früchtl und Pfarrer Wilfried Römischer für die beiden Religionsgemeinschaften. Unter Trommelwirbel legten die Soldatenkameradschaft 1870 und der Markt Kränze am Ehrenmal nieder. Die Musikkapelle intonierte vor dem Schluss- und Dankeswort des Bürgermeisters den „Guten Kameraden“ der von drei Böllerschüssen der Flosser Landwehr begleitet wurde.

