Am Vortag des Tages der Menschenrechte hatte die Weidener Gruppe von Amnesty International vor dem NOC eine Reihe von Tafeln aufgestellt. Amnesty hatte eine Idee des Stadtjugendrings aufgegriffen. Eingebunden waren auch „Weiden ist bunt“ und das Magische Projekt. „Anschließend haben wir beim FOS-Gestaltungszweig angefragt.“ Und Lehrerin Silke Winkler habe umgehend grünes Licht signalisiert, sagte Johanna Grillenbeck. Alle drei Gestaltungsklassen hätten für das Projekt zusammengearbeitet und zu jedem Menschenrecht ein passendes Puzzleteil gestaltet.
Die Ordnung der Welt ist gestört
Dabei sei es auch wichtig gewesen, an Beispielen darauf hinzuweisen, dass diese Menschenrechte nicht immer eingehalten würden. „Es schreit in der Welt. Und die Schmerzen sind unerträglich“, berichtete Amnesty-Sprecher Veit Wagner. „Die Ordnung unserer Welt ist gestört. Mehr denn je in dieser unserer Generation.“ Der Krieg in der Ukraine finde kein Ende. Die eisernen Kriegsmaschinen steckten im Schlamm und Schnee fest. „Neues Material wird geliefert und die Zerstörung geht weiter.“
Eine Illusion?
Und dann noch diese Ungeheuerlichkeit menschenverachtender Brutalität der Hamas in jenem Küstenstreifen Gaza, diese schauderhaften Verbrechen gegen die Menschlichkeit. „Mit dem Ergebnis, dass weiter viele tausend Menschenleben ausgelöscht werden in diesem Feldzug der Verteidigung, der Rache, des hilflosen Versuchs der totalen Auslöschung der Täter.“ In dieser Komplexität stellte Wagner die Frage: „Einhaltung der Menschenrechte? Wo? Wo finden die Menschenrechte noch ihren Ort? Eine Illusion?“ Wagner forderte ein Ende der Brutalität. „Das ist unser innigster Wunsch.“

