Weiden. Das „Klassik Hotel am Tor“ in Weiden hat durch die zahlreichen Qualitäts- und Serviceverbesserungen die Klassifizierung „3 Sterne Superior (garni)“ erhalten. Das familiengeführte Haus bietet den Gästen 39 stilvolle, komfortabel ausgestattete Juniorsuiten, Einzel- und Doppelzimmer. Es liegt direkt neben einer der bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Max-Reger-Stadt, dem „Unteren Tor“ und kann auf eine lange Tradition zurückblicken.
Von Jürgen Wilke
Staatsministerin Ilse Aigner und der Präsident des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA), Ulrich N. Brandl, übereichten kürzlich in München die Auszeichnung an das Ehepaar Helena und Thomas Heigl. Die Hotelsterne sind ein Bewertungssymbol, mit dem in verschiedenen Ländern Hotels nach bestimmten Kriterien klassifiziert werden. Die Klassifizierung basiert auf einem umfangreichen Kriterienkatalog mit Qualitäts- und Leistungsmerkmalen wie Infrastruktur, Ausstattung der Zimmer, Empfangs- und Aufenthaltsräume und dem gebotenen Service.
Sterne als Qualitätssiegel
Sterne wurden bereits im Florenz des Jahres 1334 als gewerbliches Kategorisierungsmerkmal für Beherbergungsbetriebe erwähnt. In der Neuzeit war es der Deutsche Karl Baedeker, der im Jahre 1853 für seine später Reiseführer im roten Einband erstmals Sterne für das besonders Beachtenswerte einsetzte. Da es keine international einheitlichen Zertifizierungen gibt, sind offiziell verliehene Hotelsterne nicht immer mit den Sternen oder anderen Symbolen deckungsgleich, die in Reiseführern, Reisekatalogen, Zeitschriften und dergleichen angeführt werden. Vereinzelt wurden bis zu sieben Sterne ausgewiesen, jedoch setzt sich heute ein – zumindest in den höheren Klassen – weltweit vergleichbares System bis maximal fünf Sterne durch.
In den meisten Ländern Europas werden Hotels durch eine Behörde oder einen Fachverband klassifiziert. Die nationalen Klassifizierungssysteme zur Hotelbewertung zeigen teilweise gravierende Unterschiede auf. So ist eine Einstufung in einigen Ländern Pflicht, in anderen freiwillig, manche Staaten kennen lediglich regionale Standards und andere verzichten wiederum ganz darauf.
16 Länder haben sich zur Hotelstars Union zusammengetan und einigten sich auf grundlegende Standards für die Hotelklassifizierung: fünf Kategorien, Vergabe der Sterne nur nach Kontrolle des Betriebes, Einhaltung der rechtlichen Bestimmungen, Sauberkeit und ein guter Allgemeinzustand, regelmäßige Überprüfung der Kriterien, Anpassung an die Marktbedürfnisse, einfach zugängliche Informationen. Das Sternesystem des DEHOGA wurde am 1. August 1996 eingeführt und erwies sich als sehr erfolgreich. 80 Prozent der Hotelgäste geben an, dass die Sterne das Hauptkriterium bei der Hotelwahl sind.
Der Verband beauftragt sogenannte „Klassifizierungsgesellschaften“ – in Bayern ist das die Bayern Tourist GmbH (BTG) –, Bewertungen in den Häusern vorzunehmen. Die BTG schickt zwei oder drei hauptamtliche Prüfer, die nach erfolgter Beurteilung das Ergebnis schriftlich an den Verband weiterleitet. Nach der Auswertung und Einstufung erfolgt die Übergabe der Bronzetafel mit dem Siegel für drei Jahre und die persönliche Verleihung der Urkunde im Bayerischen Wirtschaftsministerium. Die Kosten für Erst- und Folgeklassifizierungen in Bayern betragen für eine dreijährige Laufzeit 530 bis 680 Euro Grundgebühr, plus Zimmerumlage neun Euro pro Zimmer.
Ein Hotel mit langer Tadition
Am heutigen Standort des Hotels wurde bereits 1567 erstmals ein Gasthaus eröffnet. Die Stadt Weiden seinerzeit noch der Name „In der Weyden“ –, ließ neben dem Unteren Tor ein „Heuslein als Garküche“ erbauen. Im Laufe der Jahrhunderte wechselten die Besitzer, bis Jakob Heigl, Metzger und Wirt aus Schirmitz, im Jahr 1912 das Anwesen, die „Kellnersche Bierwirtschaft“, erwarb. Anna und Jakob Heigl eröffneten im März 1913 ihre Gaststätte „Torbierstüberl“ mit Metzgerei. Seit dieser Zeit ist das Anwesen im Besitz der Familie Heigl, nur die Namen wechselten: „Torbierstüberl“, „Hotel am Tor“ und schließlich das heutige „Klassik Hotel am Tor“.

