Weiden. Donum Vitae, die Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen, ist der richtige Ansprechpartner. Lange aber nicht mehr nur für Schwangere, sondern auch für Partner, Mütter, Väter und Familien. 1.270 Beratungsstunden haben die Mitarbeiterinnen im letzten Jahr abgehalten. Dabei kann es um die verschiedensten Themen gehen. 

Von Jürgen Wilke

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In einem Pressegespräch stellten die Verantwortlichen der staatlich anerkannten Beratungsstelle für Schwangerschaftsfragen „Donum Vitae“ (DV) in Weiden ihren Jahresbericht 2016 vor. Die Bevollmächtigte Andrea Lang und die Leiterin der Beratungsstelle in Weiden, Diplom-Sozialpädagogin Elisabeth Schieder, sowie die Bevollmächtigte für die Beratungsstelle Tirschenreuth, Nicole Punzmann, präsentierten den Tätigkeitsbericht. In Tirschenreuth und Kemnath werden nach telefonischer Vereinbarung Außensprechstunden angeboten. Dem DV-Team stehen als Unterstützung eine Gynäkologin, eine Juristin, eine Psychologin und eine Hebammen aktiv zur Seite.

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1.270 Beratungsstunden im vergangenen Jahr

Andrea Lang umriss das Angebot von Donum Vitae: Die Beratungen für Schwangere und deren Partner, Mütter, Väter und Familien unterliegen der Schweigepflicht, sie sind unabhängig von Religion und Staatszugehörigkeit, sind kostenlos und vertraulich, kompetent und unbürokratisch, auf Wunsch anonym. Im Jahr 2016 fanden für alle Beratungsbereiche 970 Beratungskontakte statt, das entspricht etwa 1.270 Beratungsstunden. 223 Männer kamen mit zur Beratung, 22 Männer wurden alleine beraten. In der allgemeinen Schwangerenberatung wurden bei 429 Kontakten 304 Frauen beraten. Themen sind unter anderem Leistungsansprüche, unerfüllter Kinderwunsch, familiäre Probleme, vertrauliche Geburten und der seelische Beistand für Eltern, deren Baby nicht lebend zur Welt kam.

Elisabeth Schieder ging ausführlich auf das vielfältige Thema „Beratung bei Pränataler Diagnostik“ ein (Untersuchung am ungeborenen Kind). Bei dieser Diagnostik können bereits während der Schwangerschaft Erkrankungen oder Behinderungen des Kindes festgestellt werden. So können besondere Vorbereitungen für die Geburt getroffen werden. Die Möglichkeit der psychosozialen Beratung vor oder nach der pränatalen Diagnose hat das Ziel, die Not der Betroffenen zu verstehen und die Kompetenzen für eine Entscheidung – Leben mit dem Kind oder später Abbruch der Schwangerschaft – zu stärken. Die Donum Vitae-Beratungsstellen sind gut in einem Facharbeiterkreis vernetzt und tauschen sich mit Ärzten, Humangenetikern, Seelsorgern und Hebammen aus.

Hebammen gefragt – Beraterinnen bilden sich weiter

Da in Deutschland starker Mangel an Hebammen herrscht, wird dringend empfohlen, dass sich Schwangere frühzeitig um eine Hebamme für die Vor- und Nachsorge kümmern sollten. Zwei DV-Beraterinnen haben vor zwei Jahren eine Fortbildung zur Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch abgeschlossen. Die DV-Mitarbeiterinnen nehmen sich für Gespräche mit Betroffenen viel Zeit und helfen vor allen Dingen auch finanziell schnell und unkompliziert weiter.

Bei der „vertraulichen Geburt“, bei der die Schwangere anonym bleiben möchte, kann sich die Betroffene an eine speziell qualifizierte Beraterin wenden. Der Kontakt zu den Klienten besteht bis zum dritten Geburtstag des Kindes. Ein weiterer Aufgabenbereich ist die Prävention und Sexualpädagogik. So gibt es auch Schulprojekte für alle Schulen. Im vergangenen Jahr nahmen 1.064 Jugendliche und Erwachsene an verschiedenen Veranstaltungen teil. Der große Zustrom der Asylbewerber macht sich auch bei „Donum Vitae“ bemerkbar. Die Sprachbarrieren werden mit unabhängigen Dolmetscher überbrückt. Das wiederum verursacht Kosten, da Dolmetscher-Dienste teilweise aus Nürnberg oder anderen Städten in Anspruch genommen werden müssen. Da „Donum Vitae“ ein staatlich anerkannter Verein ist, wird er vom Land Bayern, sowie den Landkreisen und Städten bezuschusst. Der Verein wird mit 95 Prozent finanziert, der Rest – in etwa 20.000 Euro – muss selber erwirtschaftet werden und die Beratungsstelle ist auf Hilfe der Allgemeinheit angewiesen. Unterstützt wird DV durch den „Förderverein Donum Vitae Weiden“ mit Benefizveranstaltungen, Konzerten, oder beispielsweise Leseabenden. Tradition hat der Infostand der Beratungsstelle im Rahmen des Kathreinenmarktes in Weiden, an dem Spenden gesammelt werden. „Wir danken den Landräten der Landkreise Tirschenreuth und Neustadt/WN, dem Oberbürgermeister der Stadt Weiden und allen Spendern und Sponsoren, ohne deren Hilfe wir nicht arbeiten könnten“, so Andrea Lang.

Spenden werden dringend benötigt und erbeten unter Sparkasse Oberpfalz Nord, IBAN DE11 7535 0000 0620 1055 36, BIC BYLADEM1WEN. Die Beratungsstelle befindet sich im Citycenter, Schillerstraße 11, dritter Stock, Telefon 0961 / 401 69 40. Unter www.weiden.donum-vitae-bayern.de gibt es noch mehr Infos.