Die Einsatzführung bei großen Schadenslagen wird für das Technische Hilfswerk (THW) zu einer immer größeren Herausforderung. Zuletzt hatten der Einsatz im Ahrtal und auch größere regionale Ereignisse verdeutlicht, dass „ein Laptop mit Drucker“ nicht mehr ausreicht. Daher hat sich das THW mit seinem Projekt erfolgreich bei der Dr. Rose Pabst Stiftung sowie der UniCredit Bank AG / HypoVereinsbank beworben.
Bewerbung für finanzielle Unterstützung
Ob im Katastrophenfall oder bei einem Großbrand: Viele Mitteilungen müssen empfangen, verarbeitet und schließlich auch dokumentiert und zurückgespiegelt werden. Dabei werden immer mehr Informationen wie Unwetterwarnungen, Einsatzaufträge, wichtige Objektpläne und Abfragen übergeordneter Stellen auf dem digitalen Wege übertragen.
„Oftmals musste dafür private Hardware der Einsatzkräfte verwendet werden, weil der Bund noch kein flächendeckendes IT-Konzept ausgerollt hat“, erläutert der Ortsbeauftragte Andreas Duschner zu dieser Entwicklung.
Aus diesem Grund hat der THW-Ortsverband Weiden Anfang des Jahres den Startschuss gesetzt, zusammen mit der Vereinigung der Helfer und Förderer des THW Weiden e. V. (THW-Förderverein) selbst etwas auf die Beine zu stellen und sich in diesem Zusammenhang für eine finanzielle Unterstützung bei der Dr. Rose Pabst Stiftung beworben.
Tablets und Outdoorzubehör
Ziel dieser Initiative ist es, alle Fachberater sowie den Zugtrupp als Führungseinheit des THW mit hochwertigen Tablets inklusive Outdoorzubehör für den rauen Einsatz auszustatten, welche mit mobilem Internet und einer gemeinsamen Cloud-Lösung optimiert sind. Damit soll jede Führungskraft dienstliche Aufgaben auch auf entsprechend konfigurierten Geräten erledigen können und muss nicht auf eigenes Risiko die teure private IT-Ausstattung in den Einsatz mitnehmen.
„Während der Pandemie waren unsere Fachberater ständig im Katastrophenschutzzentrum im Einsatz und mussten mit der Führung am Standort Weiden kommunizieren und Aufträge des Stabs weiterleiten“, beschreibt stellvertretender Ortsbeauftragter Thomas Schiller ein Beispiel der letzten Jahre. „Mit den Tablets können wir solche Prozesse nun harmonisieren und zeitgemäß umsetzen“, ergänzt Fachberater Jan Braunreiter. Auch für Zugführer Heiko Engelbrecht und sein Team vom Zugtrupp wird mit dieser neuen Ausstattung die Dokumentation und Kommunikation künftig deutlich erleichtert.
Wertvolle Erfahrungen durch neue Technik
Das Konzept überzeugte Filialdirektor Christian Wolf von der HypoVereinsbank Weiden sowie Tobias Wolf von der HypoVereinsbank als Verantwortlicher für die Dr. Rose Papst Stiftung. Die Stiftung überreichte dem THW-Förderverein einen Scheck in Höhe von 3.500 Euro und die HypoVereinsbank ergänzte die Spende um weitere 1.000 Euro, sodass das Projekt im Wert von insgesamt rund 5.000 Euro durch das THW Weiden umgesetzt werden kann.
Die Spende nahm der erste Vorsitzende der Vereinigung der Helfer und Förderer des THW Weiden e. V., Michael Braun, entgegen. Im nächsten Schritt beschafft man nun die entsprechenden Geräte und konfiguriert sie nach den Vorstellungen der Projektgruppe. „Ab dem ersten Quartal 2023 möchten wir mit der neuen Technik in den Einsatz gehen und werden dann wertvolle Erfahrungen sammeln, welche wir dann auch für bundesweite Lösungen einbringen können.
Rundgang durch die Fahrzeughallen
Deshalb gilt unser großer Dank der Dr. Rose Papst Stiftung sowie der HypoVereinsbank Weiden, welche uns die Umsetzung des Projekts mit dieser großzügigen Spende ermöglicht,“ resümierte Andreas Duschner, bevor der erfreuliche Projektauftakt mit einem Rundgang durch die Fahrzeughallen des THW beendet wurde.

