Weiden/Issy les Moulineaux. Bereits in den Osterferien waren die Weidener-Handballer in Issy les Moulineaux. Jetzt war es endlich Zeit für den Gegenbesuch und die Spielerinnen des Handballclubs Issy Paris Hand kamen nach Weiden. Die Jugendlichen erlebten mit ihren deutschen Gastgebern ein abwechslungsreiches Programm aus Handballtraining und oberpfalztyischen, kulturellen Highlights. 

Die deutschen Mädchen warteten schon mit ihren Eltern und Vereinsverantwortlichen am Weidener Bahnhof, als der Zug mit den französischen Gästen endlich eintraf. Auch Oberbürgermeister Kurt Seggewiß, Vertreter des Städtepartnerschaftvereines sowie die Verantwortlichen des HC Weiden und des Jugendfördervereines waren schon gespannt auf die Gäste. Im Sitzungssaal des Neuen Rathauses begrüßten sie diese in einer ungezwungenen und freundschaftlichen Atmosphäre. Dabei hielten sie ihre kurzen Reden sogar auf französisch.

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Kultur, bayerisches Essen und Sport – Volles Programm für die Franzosen

An ihren ersten Tag in Deutschland ging es ins Oberpfälzer Freilandmuseum, in dem sie in das vergangene Leben auf dem Land eintauchten. Außerdem planten sie noch ein Picknick mit Oberpfälzer Schmankerl und beendeten den Tag auf der historischen Kegelbahn. Auch die nächsten Tage waren nicht langweilig: Ein Besuch der Weidener Thermenwelt, Bowling und ein Shoppingausflug nach Bayreuth standen für die Mädchen auf dem Plan. Dort probierten die Französinnen dann erstmals Bratwürste und Döner. Eine Stadtführung durch Weiden durfte natürlich auch nicht fehlen.

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Außerdem trainierten die Mädchen jeden Vormittag gemeinsam in der Mehrzweckhalle unter der Leitung der erfahrenen HC-Herrentrainer Thomas Eichinger und Matthias Werner. Dabei zeigte sich sehr schnell, welch großes Potential in beiden Mannschaften steckt.

28:16 für …? – Die Gastgeber

Das Highlight des Besuches war schließlich das deutsch-französische Freundschaftsspiel in der Realschulturnhalle. Besonders war auch, dass Bürgermeister Jens Meyer das Spiel anpfiff. Obwohl sich die französischen Handballerinnen von Beginn an sehr stark zeigten, mussten sie sich am Ende geschlagen geben. Aber die zahlreichen Zuschauer waren trotzdem von der Partie begeistert und bejubelten jede gelungene Aktion auf beiden Seiten. Am Ende jedoch setzte sich der HC Weiden durch und gewann mit 28 zu 16.

Nach dem Spiel wurde es richtig bayerisch. Die Gastgeber schmissen sich in ihre Tracht und feierten gemeinsam mit den Französinnen in der Irchenriether Stodlkneipe. Dabei übten sie Maßkrugstemmen und Schuhplattln bei Oberpfälzer Volksmusik. Auch die wichtigsten bayerischen Begriffe brachten die Mädchen den Französinnen bei.

Au revoir! – Ein Abschied mit Tränen

Natürlich durften an einer solchen Zusammenkunft keine Abschiedsgeschenke fehlen. Die deutschen Mädchen überreichten ihren Gästen zur Erinnerung ein Sporthandtuch ihres Vereins, ein Trikot des HC Weiden und ein „I mog di“-Lebkuchenherz. Thomas Wachsmann, Vorstand des HC Weiden, dankte nicht nur dem Organisationsteam um Armin Bock für die gelungene Planung des Austausches, sondern auch den Eltern für ihre Gastfreundschaft und dem Jugendförderverein, der Stadt Weiden. Außerdem betonte er, wie wichtig der Städtepartnerschaftsverein für den Austausch war: Ohne ihre finanzielle Unterstützung wäre dieses Projekt nicht gelungen.

Nach der ereignisreichen Woche fiel der Abschied allen sehr schwer. Mit dem Handballsport als gemeinsame Basis, vertieften die Teilnehmer ihre Sprachkenntnisse und gewannen außerdem Einblicke in andere Lebenskulturen.

Bilder: HC Weiden