Weiden. Der Orthopädietag der Kliniken Nordoberpfalz AG ist mehr als eine klassische Informationsveranstaltung. Nach den Schwerpunkten Knie und Hüfte in den Vorjahren, stand in diesem Jahr die Wirbelsäule im Mittelpunkt.

Von Jürgen Wilke

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Dabei wurde in etlichen Vorträgen über verschiedene Ursachen von Rückenschmerzen, konservative und operative Behandlungsmöglichkeiten oder Methoden zum Umgang mit dem Schmerz informiert. Zudem warteten in den Pausen mit kostenlosem Imbiss auf die Besucher zahlreiche Informationen und die Möglichkeit zu einem persönlichen Gespräch mit Ärzten der Kliniken Nordoberpfalz. Auch in diesem Jahr wurde der Orthopädietag wieder von Tausenden besucht.

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Zahlreiche Besucher

Im vollbesetzten Gustav-von-Schlör-Saal begrüßte am frühen Vormittag der Vorstand der Kliniken Nordoberpfalz, Josef Götz, Besucher und die Referenten. Unter dem Motto „Das Kreuz mit dem Kreuz“ hielt die Fachärztin für Orthopädie Dr. Alexandra Barthmann gleich zu Beginn des Orthopädietages ihren Vortrag und fasste das gesamte Thema der Volkskrankheit „Rückenschmerzen“ zusammen. Dabei ging es um Schmerzen im Rücken und um Schmerzen an Gliedmaßen, die ihren Ursprung in Schäden an der Wirbelsäule haben.

„Die im gesamten Körper verlaufenden Nerven, haben ihre Wurzeln in der Wirbelsäule“, so Dr. Barthmann. Wenn also auf Nervenstränge im Wirbelsäulenkanal durch Bandscheibenvorfall oder Wirbelschäden Druck ausgeübt wird, kann dies an irgendeiner anderen Stelle im Körper zu Schmerzen führen. Unter anderem sprach die Medizinerin auch von einem Paradigmenwechsel (Veränderung eines bestehenden Denk- oder Verhaltensmusters) bei der Behandlung von Rückenschmerzen. Außerdem spielt laut Dr. Barthmann bei der Wahrnehmung von Schmerzen die Psyche eine wesentliche Rolle.

Kritik an Operationen

Im folgenden Referat übte Dr. Hischam Bassiouni Kritik an einer Zunahme der Operationen um 71 Prozent seit dem Jahre 2007. Konservative Behandlungen wie Physiotherapien oder Medikamente würden leider oftmals nicht konsequent genug durchgezogen. Zu einem chronischen Schmerzpatienten könne man leider nach einer Operation werden, wenn eine falsche Diagnose gestellt wurde.

Dr. Gottfried Hör hielt seinen Vortrag mit dem Thema „Konservative Therapie bei Rückenschmerzen“. Dr. Thomas Neubauer-Gartzke referierte in seinem Beitrag über das Thema „Kyphoplastie – Stabilisierungsmöglichkeiten bei Osteoporose“. Ahmet Mestan demonstrierte stabilisierende Eingriffe an der Wirbelsäule und Dr. Eugen Bratzel referierte über „Ganzheitliche funktionelle Wirbelsäulen – und Haltungsanalyse“. Die meisten Experten betonten die Vorteile der heutzutage praktizierten minimalinvasiven (mit kleinstmöglichem Aufwand eingreifend) Operationsmethoden, die nur noch kleine Schnitte erforderten.

Im Parterre und im ersten Stock der Max-Reger-Halle informierten Aussteller über modernste Angebote und Hilfsmittel für Patienten. Die Besucher bekamen zudem auch immer wieder Gelegenheit zu eigenen Aktivitäten, so wie unter anderem bei der Aktion „Neue Rückenschule“, oder mit dem High-Tech-Schwingstab „Bioswing“, am innovativen Bewegungsgerät „iMove“, oder bei der Fußreflexzonenmassage.