Neustadt/WN. „Landshut halte ich nach wie vor für eine glatte Fehlentscheidung, aber das ist Demokratie und jetzt ist es so, wie es ist“, sagte Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht bei der Jahreshauptversammlung der CSU über den Endpunkt der geplanten Gleichstrompassage. Eine Verlegung des Endpunktes sei politisch nicht mehr durchsetzbar gewesen. Die Priorisierung der Erdverkabelung stehe jetzt aber im Gesetz.
Von Benedikt Grimm
„Ich sage ganz dreist, wenn es uns nicht gäbe, dann gäbe es nicht die Priorisierung der Erdverkabelung“, betonte der Wahlkreisabgeordnete. Mit viel Einsatz sei es ihm und den drei CSU Kreisvorsitzenden Andreas Meier, Tobias Reiß und Stephan Gollwitzer gelungen, die Meinung von Ministerpräsident Horst Seehofer zu drehen. Rupprecht betonte mit Blick auf Landwirte, die die Erdverkabelung kritisch sehen, dass diese nicht zwangsläufig sein müsse, sondern eine Option sei.
Keine Elektrifizierung und Lärmschutz
Die Elektrifizierung der Bahnstrecke Regensburg-Hof sei als vordringlicher Bedarf eingestuft. „Dafür habe ich auch gearbeitet. Das war der Auftrag aus der Region“, erinnerte der Albersriether. Entscheidend sei, dass die Baumaßnahme im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens als wesentlich eingestuft werde. Nur dann gäbe es einen Rechtsanspruch auf hohe Lärmschutzmaßnahmen.
Eine Elektrifizierung ohne das hohe Lärmschutzniveau werde ich nicht mittragen,
stellte Rupprecht klar, der für sein Referat langanhaltenen Applaus erntete. „Wie er sich bis an die Grenzen seiner Gesundheit für uns einsetzt ist bemerkenswert“, sagte CSU Vorsitzender Alois Zehrer und sicherte die volle Unterstützung bei der Wahl des CSU Direktkandidaten für die Bundestagswahlen 2017 zu.
Mehr als 20 Termine
Zehrer erinnerte an mehr als 20 Termine im Jahr 2015, darunter drei Vorstandssitzungen und eine zweitägige Klausurtagung in Schlammersdorf. Als Höhepunkt bezeichnete er die Dreitagesfahrt nach Neustadt an der Weinstraße, an der 60 Mitglieder und Freunde teilnahmen. Zum traditionellen Weinfest lud der Ortsverband erstmals eine Gruppe in Neustadt lebender, unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge ein. Im November informierten sich die CSU’ler mit Albert Rupprecht in der Wohnunterkunft am Felixberg über die Unterbringung und Betreuung der Minderjährigen.
Bürgermeister Rupert Troppmann habe in den vergangen acht Jahren „sehr vieles in Neustadt positiv verändert“. „Das Schlagwort näher am Menschen praktiziert Rup im wahrsten Sinne des Wortes“, anerkannte Zehrer. Der Prüfbericht von Hans Simmerl bescheinigte Schatzmeister Hans Schreyegg einwandfreie Kassenführung.
Delegierte für besondere Kreisvertreterversammlung
Bei der besonderen Kreisvertreterversammlung am 14. Juni werden Zehrer, Heinrich Maier, Rupert Troppmann, Max Peter, Schreyegg, Josef Arnold, Gabriele Fröhlich und Josef Kreuzer den Ortsverband als Delegierte vertreten.
Bilder: B. Grimm

