Die Welt mit allen Sinnen erfahren – Das ist der Hintergrund eines Sinnesgartens. Einen solchen baut gerade die Caritas Sozialstation in Grafenwöhr auf ihrem Gelände. Die Idee stammt vom Teamleiter der Tagespflege Tobias Brandl: Er hat so eine Einrichtung einmal im TV gesehen und sich gedacht: Warum nicht bei uns in Grafenwöhr.

Ein Teil des Areals sollte ohnehin umgestaltet werden, ein Parkplatz sollte von einem Gartenstück mit einem Zaun abgegrenzt werden. So schlug er die Idee seinen Pflegedienstleiterinnen Johanna Schüller und Nadine Brüderer vor, die auch schnell Feuer und Flamme dafür waren.

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Auf alle Sinne eingehen

Brandl erklärt den Hintergrundgedanke eines Sinnesgartens: Man will damit auf die Sinne der Gäste eingehen und sie an verschiedenen Stationen zu reizen. Gerade bei Demenzkranken können positive Effekte erzielt werden, da die sensorische Wahrnehmung oft ihre einzige Möglichkeit ist, Eindrücke zu sammeln.  

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Start der Arbeiten war im September 2022. Brandl hat die Pläne selbst entworfen, dabei hat er sich vor allem durch Recherchen im Internet schlau gemacht. So sollen Sträucher und Blumenfelder mit kräftigen Gerüchen von Lavendel, Yasmin, Duftrose und weitere Aromen den Geruchssinn ansprechen. Die Blüten sollen die Augen erfreuen, ebenso wie ein Wachtelgehege, das für visuelle Reize sorgt.

Die Natur genießen und erleben

Wasser soll über Steine fließen, was die Gäste hören und fühlen können, dazu ein Klangspiel, das sich im Wind dreht. Zum Schmecken sollen verschiedene Beerensträucher, Weintrauben, selbstgezüchtete Tomaten und Gurken angebaut werden. Gleichgewicht und Sensibilität der Füße soll beim Barfußgang gleich mit geschult werden.

„Der Sinnesgarten soll zur Entspannung dienen, die Natur genießen lassen und Gartenliebhaber zu kleinen Arbeitstätigkeiten, wie Pflanzenpflege oder Unkraut zupfen einladen.“ Wenn dann noch die Bienen um die Blüten summen, im Insektenhotel Leben herrscht, ist ein volles Sinneserlebnis erfüllt.

Großzügige Spenden

Auch für die Geselligkeit sollen Sitzbänke, Pavillon und eine Feuerstelle entstehen. Ein Toilettenhäuschen wird der Notdurft dienen.

Für den Bau gab es eine großzügige Spende der Dorfgemeinschaft Altendorf von ihrem Pizzafest sowie vieler pflegender Angehöriger. Die Caritas Sozialstation Grafenwöhr betreut etwa 20 Gäste pro Tag, die sich an den Arbeiten oft beteiligen. Auch entstehen während des Baus immer wieder neue Ideen, so dass der ursprüngliche Plan schon mehrfach geändert wurde.