Einen besonderen Wert legt Pfarrer Wilfried Römischer auf die Verkündigung des Gotteswortes durch seine Predigten. In diesem Jahr stellte er seine Predigt unter das Motto „Heiße oder kalte Religion“.
Am letzten Tag, dem Haupttag des Erntefestes, trat Jesus auf und rief laut aus: „Wer Durst hat, soll kommen, es trinke, wer an mich glaubt“ (Johannes 7, 37-39). Buß- und Betttag bedeute „Umkehr“. Wir kehren um und wenden uns neu zu Gott. Wir bitten um Vergebung für unsere Lauheit und Kälte im Glauben. Wir erbitten für uns neu seinen Geist; seine Kraft, sein Feuer, das uns belebt und bewegt zu glauben, Hoffnung und Liebe.
Die „Heiße Religion“
Die „Heiße Religion“ lebt nicht nur unter den Massen. Der Heilandsruf Jesu verhallt nicht ohne Antwort. In kalten Religionen ist der Glaube Privatsache. Es entwickeln sich Eigengesetzlichkeiten. Die Werte, die im Raum der Religion gelten sind andere, als die, die im Raum der Wissenschaft, der Wirtschaft und der Politik gelten. In der kalten Religion geht es dem Glauben schlecht. In der Heißen Religion wird man beschenkt. Für jeden einzelnen ist es lebenswichtig. Christen bringen sich ein und verändern ihre Umgebung. „Wer Durst hat, soll zu mir kommen; und es trinke, wer an mich glaubt“.

