Hier wurde nämlich Fundmunition sicher gesprengt, die beim Absuchen der sogenannten „Fire Breaks“, in Deutsch, Brandschneisen, aufgefunden wurden. „Diese Munition kann nicht abtransportiert werden und muss vor Ort gesprengt“, so Michael Saalborn vom Safety Office in Grafenwöhr. Er war auch zuständig für den reibungslosen Ablauf und der Sicherheit bei dieser Sprengung.
Er betont auch, dass die Zielsetzung vor allem die Sicherheit ist, aber auch die Zusammenarbeit von Range Control, Schießbahnsicherheit und dem Bundesforst, um Flora und Fauna vor den gefährlichen Bränden hier zu schützen. Saalborn sieht auch wegen des heißen Sommers und den zahlreichen Bränden mehr Sprengungen in diesem Jahr. Die Munition wird mit speziellen Detektoren aufgefunden und ausgegraben.
Nachhaltige Landbewirtschaftung
Auch Joshua Bridges von ITAM (Integrated Training Area Management) in Grafenwöhr äußert sich zu diesen etwa alle zwei Wochen stattfindenden Sprengungen: „Bei diesem Programm geht es vor allem um die nachhaltige Landbewirtschaftung. Mit das Wichtigste dabei sind die Brandschneisen, die wir für den Trainingsbereich geschaffen haben. Diese sollen das Feuer während den Übungen eindämmen. Denn bei solchen Übungen gibt es immer wieder Blindgänger. Diese müssen sicher und effektiv entfernt werden. So können wir unsere Arbeit fortsetzen und können durch die Brandschneisen die Flächen weiterhin nutzen“.
Brandschneisen müssen geschlagen werden
Damit das Feuer von den Schießbahnen z.B. nicht in den Wald überspringen kann, werden diese Fire Breaks geschlagen. Diese Einsätze waren in diesem Jahr extrem viel, sieht auch Tobias Zwicker, der USAG Bavaria Assistant Fire Chief in Grafenwöhr. „Dieser Sommer war für uns eine Herausforderung, denn es gab aufgrund der extremen Trockenheit ein immenses Einsatzaufkommen“.
So mussten die Feuerwehreinsatzkräfte der Lagerfeuerwehr vier bis fünf Wochen jeden Tag zu einem Wald- oder Flächenbrand ausrücken. „Auch die Reserve von zu Hause wurde teilweise benötigt“, so der Assistant Fire Chief. Die Aufgabe sei es, die Waldbrände möglichst schnell, am besten noch in der Entstehungsphase, in den Griff zu bekommen. „Wir wollen natürlich in erster Linie hier den Umweltschaden möglichst gering halten, aber auch den Übungsbetrieb unterbrechungsfrei ablaufen zu lassen“, so Zwicker.
Eigensicherheit steht im Vordergrund
Beiden Bränden selbst muss natürlich auch auf Eigensicherheit geachtet werden, denn die nicht detonierte Munition kann bei einem Brand natürlich zu einer Gefahr für die Feuerwehrleute werden. „Es gibt hier verschiedene Faktoren zu berücksichtigen“, so Zwicker. „Unter anderem ist es ein Bereich, der brennt, in den man gefahrlos einfahren kann oder ein Bereich, in dem zu viel Munition liegt, das wäre ein No-Go“. Das muss man dann vor Ort abklären, denn die Sicherheit steht auch hier an oberster Stelle.

