Eine Tradition, die verbindet und begeistert: Der Böhmische Brunnen am Čerchov, jener magische Ort, der die Grenzen überschreitet und Menschen zusammenbringt, läutete dieses Jahr erneut die Wandersaison ein. Organisiert vom Bayerischen Waldverein Sektion Furth im Wald und dem Touristenklub (KČT) Domažlice, zieht dieses Ereignis jährlich Wanderbegeisterte aus Bayern und Tschechien in seinen Bann. Der Čerchov, mit 1.042 Metern Höhe der höchste Gipfel unseres Heimatgebirges, bot dabei die perfekte Kulisse für ein unvergessliches Wandererlebnis.
Wandersaison eröffnet
Am ersten Samstag im April versammelten sich mehr als 300 Personen bei strahlendem Kaiserwetter und Temperaturen von über 20 Grad, um gemeinsam dieses grenzüberschreitende Spektakel zu zelebrieren. Der traditionelle Anlass geht weit über das bloße Begehen von Wanderwegen hinaus; es ist ein Fest der Völkerverständigung und der Freundschaft zwischen Bayern und Tschechien. Besonders symbolträchtig: Die beiden Vereinsvorsitzenden, die mit Porzellanschlüsseln im Böhmischen Brunnen hantieren und anschließend mit einer Tasse Quellwasser anstoßen.
Ein Fest der Kulturen
Neben Grußworten und der symbolischen Eröffnung durch die Vereinsvorsitzenden und Bürgermeister von Furth im Wald und Domažlice, bereicherten kulturelle Darbietungen das Programm. Der Männerchor Haltravan und eine böhmische Jagdhornbläsergruppe boten musikalische Highlights und unterstrichen den festlichen Charakter des Ereignisses. Doch der eigentliche Höhepunkt ist die gemeinsame Wanderung zum Böhmischen Brunnen und von dort aus zur Zelené chýše (Grüne Hütte), wo Grillwürste und Bier auf die Wanderer warten.
Ein Wanderweg, der verbindet
Die Wanderung, die jedes Jahr sowohl zur Eröffnung als auch zur Schließung des Böhmischen Brunnens stattfindet, ist ein besonderes Erlebnis. Bei der Öffnung wie bei der Schließung legt die bayerische Gruppe jeweils etwa elf Kilometer zurück. Die Veranstaltung endet traditionell Anfang November, wenn der Böhmische Brunnen symbolisch geschlossen und die Teilnehmer zu weiteren geselligen Stunden ins Kulturzentrum nach Chodov und anschließend mit dem Bus nach Furth im Wald gebracht werden.
Dieses Event unterstreicht nicht nur die Schönheit der Natur in der Nordoberpfalz und ihren angrenzenden Regionen, sondern auch den Wert der grenzüberschreitenden Freundschaft und Kooperation. Ein Symbol der Einheit, das zeigt, wie Traditionen und moderne Events Menschen zusammenbringen können, über alle Grenzen hinweg.

