Im König-Ruprecht-Saal des Landratsamts in Amberg-Sulzbach fand ein besonderer Abend statt. Das Forum „Frühe Hilfen“, organisiert von der Koordinierenden Kinderschutzstelle (KoKi) Amberg-Sulzbach, zog etwa 100 Fachkräfte zusammen. Die Teilnehmenden kamen aus verschiedenen Bereichen: Kindertageseinrichtungen, ambulante Hilfen, Jugendämter, Polizei und Gesundheitswesen. Sie alle eint das Ziel, Unterstützung rund um die frühkindliche Entwicklung zu bieten.

Fachwissen mit Herz vermittelt

Die Hauptreferentin, Dr. Daniela Dotzauer, eine erfahrene Ärztin und Eltern-Kind-Beraterin, wusste mit ihrem Vortrag zu faszinieren. „Herausforderungen des Alltags bindungsorientiert meistern: Wie gelingt ein gemeinsamer Weg für Fachkräfte und Eltern?“ lautete ihr Thema. Dr. Dotzauer nutzte Kuscheltiere als Co-Referenten, um ihre Punkte anschaulich zu machen, ein Konzept das gut ankam.

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Bindung und Bedürfnisse im Fokus

Ein Kernpunkt ihres Vortrags war die Wichtigkeit der Unterscheidung zwischen bedürfnisorientiertem und wunschorientiertem Vorgehen. „Diese Differenzierung ist entscheidend, um die Bedürfnisse der Kinder und Eltern angemessen zu berücksichtigen“, betonte sie. Dr. Dotzauer sprach über den hohen sozialen Druck und die oft unrealistischen Erwartungen, die heute an Eltern gestellt werden. Sie stellte fest, dass eine bedürfnisorientierte Erziehung dabei hilft, eine enge Bindung zu fördern und das Kind in seiner Entwicklung zu unterstützen. „Wichtig ist dabei, eine Balance zwischen den Bedürfnissen des Kindes und den eigenen Grenzen als Eltern zu finden.“

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Themen, die bewegen

Weitere Schwerpunkte ihres Vortrags waren „Was brauchen Kinder?“, „Auf die Bindung kommt es an“ und „Was stärkt die Eltern-Kind-Bindung?“. Auch das Thema Babyschlaf wurde angesprochen, ein Bereich, der heutzutage viel Aufmerksamkeit in der Erziehungswissenschaft findet. Dr. Dotzauer gab Einblick in zeitgemäße Konzepte und unterstützte ihre Ausführungen durch aktuelle Studien.

Nach dem informativen Teil stand Dr. Dotzauer für Fragen zur Verfügung und gab einen Ausblick auf das nächste Forum „Frühe Hilfen“, das am 9. April 2025 in Amberg stattfinden wird. Diese Veranstaltungen bieten eine wertvolle Gelegenheit für den Austausch und die Förderung der Zusammenarbeit zwischen Fachkräften verschiedener Bereiche.