Luhe. Besondere Umstände bei einem außergewöhnlichen Konzert – auf diesen Nenner lässt sich der Auftritt der „Cruel Cats“ am Samstagabend auf der Bühne des „349er – House of Rock/Bar & Musik“ in Luhe bringen.
Von Stephan Landgraf
Denn während des Konzertes der vier Jungs aus der Rodinger Gegend musste Drummer Mario Willfahrt aufgrund seiner angeschlagenen Gesundheit letztendlich passen. Spontan erklärte sich ein Gast bereit, einzuspringen, schnappte sich die Sticks und rettete so den Auftritt.
Dem Niveau des Gigs tat dies keinen Abbruch, denn die „Cruel Cats“ bewiesen eindrucksvoll, dass sie den „Rockabilly” im Blut haben – die Namensähnlichkeit zu den „Stray Cats“ kommt daher nicht von ungefähr. Thomas Hofmann (Gesang), Sebastian Krämer (Gitarre), Christoph Berger (Kontrabass) und zunächst bis zur seiner Ablösung auch Mario Willfarth (Schlagzeug), stehen zwar erst seit 2015 auf der Bühnen der Region, doch dass sie zweifelsohne zu Könnern ihres Faches zählen, stellten sie auch im erneut vollbesetzten „349er“ unter Beweis.
Stilecht wie in den 50ern
Mit ihrer schwungvollen „Rockabilly“- und „Rock’n’Roll-Musik aus den 50er Jahren“, wozu auch stilechte Mikrophone aus dieser Zeit gehörten, brachten sie am Samstag im „349er“ die Hütte zum Wackeln, kaum einen Besucher hielt es bei der beschwingten Mucke von den „Cruel Cats“ ruhig auf den Sitzen – ganz im Gegenteil. Mit Songs wie „Stray Cat Strut“ von den „The Stray Cats”, „Please, Mama, Please” von „Go Cat Go”, „My Baby left me” von „Elvis Presley” oder „Rip it Up” von „Bill Haley” wurde selbst der Tanzfaule aus der Reserve gelockt – außergewöhnlich dabei auch die Interpretation von „The Ring of Fire“ von „Johnny Cash“.
Unterm Strich ein Konzert, das Appetit auf mehr machte. Und das gibt es im „349er“ zum Abschluss des Jahres nochmals am 30. Dezember, wenn ab 21 Uhr der Regensburger T. G. Copperfield seine musikalische Visitenkarte in der nördlichen Oberpfalz abgeben wird. Der Eintritt ist dabei wie immer frei, Spenden werden jedoch gerne entgegen genommen.

